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Donnerstag, November 13, 2008

Oury Jalloh - Es geht weiter

Pressemitteilung von The VOICE Refugee Forum:
Oury Jalloh Prozeß - Plädoyers am 02. und 05. Dezember 2008 in Dessau

Initiative In Gedenken an Oury Jalloh ruft zu einer Demonstration am 8. Dezember in Dessau auf

Scheincharakter des Prozesses wird verdeutlicht
Aktueller Stand Oktober 2008

Am 18. August sprach der Richter Steinhoff wiederholt von "Murphys Gesetz", um die Todesumstände Oury Jallohs zu erklären. Somit hat er seine persönliche Positionierung in Bezug auf das Urteil klar gestellt. Nun wurde am 8. Oktober das wahrscheinliche Ende der Hauptverhandlung festgelegt. Die Plädoyers sollen am 02. und 05. Dezember 2008 gehalten
werden, die Urteilsverkündung ist für den 08. Dezember angesetzt. Mit der Aussage: "Ich habe ein bisschen den frustrierenden Eindruck, wir haben jetzt nur noch das Pflichtprogramm, um den Prozess zu Ende zu führen" stellte Steinhoff ironischerweise am selben Tag genau das fest, was die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ seit geraumer Zeit behauptet, nämlich:
Die letzten Prozesstage mit vorherzusehendem Ende sind ein offensichtlichen Scheinprozesses!
Diesen Anlass nehmen wir, um nochmals gegen das systematische Vertuschen rassistischer Polizeigewalt in Deutschland im Allgemeinen und im Fall Oury Jallohs im speziellen vorzugehen.

Deshalb rufen wir auf, mit uns am 2. und 5. Dezember in Dessau vor dem Gericht an einer Kundgebung teilzunehmen und Euch am 8. Dezember für eine große Demonstration zu mobilisieren!

*BREAK THE SILENCE*

* *

*WAHRHEIT! GERECHTIGKEIT! ENTSCHÄDIGUNG!*

Annette Schall 27.06.2008

Ein neues Gutachten im Prozess um den Tod des Flüchtlings Oury Jalloh soll Erkenntnisse über die Fahrlässigkeit eines der Polizeibeamten liefern. Die "Initiative in Gedenken an Oury Jalloh" hat jedoch den Gerichtsaal verlassen

"Vertuschungen und verschwundene Beweismittel"
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28205/1.html

Freitag, August 01, 2008

Protest gegen platt rassistischen Werbespot

via derbraunemob blog

Bitte wendet euren Protest zahlreich an die im Folgendem aufgeführten Personen/Stellen:

Hier ist der Spot von ATU (auf TV-Spot klicken)

Hier der Brief von der braune mob e.V. mediawatch an ATU, zum Download

Wer mit dieser Werbung nicht einverstanden ist, sollte dies auch kundtun, damit die Unternehmen nicht denken, sie handelten im Namen aller potentiellen KundInnen.

Verantwortliche bei der Werbeagentur Heye & Partner:
Markus Goetze: Geschäftsführer Beratung
Jan Okusluk: Creative Director
Martin Winter: Management Supervisor

Der Clip stammt von Heye / München
Linrupstraße 16
80335 München
Tel.: +49 89 665321900
Fax: +49 89 665321910
info@heye.de

Verantwortliche bei A.T.U Auto-Teile-Unger Handels GmbH & Co. KG sind:

Dr. Dietmar Geppert: Leiter Marketing und Direkt Sales
Hueseyin Dereli: Leiter Kommunikation
Ulla Kraus: Leiter Kommunikation
Ralf Schalkhaußer: Leiter Media

Tel.: +49 800 50 35 470
Fax: +49 961 – 306 5929
Beschwerdemanagement@cc.atu.eu

Kontakt zum Regisseur:
Tel. +49-(0)40- 43 21 61 12
stertz@funke-stertz.de

Erinnerung: Morgen große Demonstration!

02. August, 13 Uhr, Hauptbahnhof Dessau
Weitere Infos bei Break the Silence
Bisherige BLACKprint-Posts zum Thema: klick

Sonntag, Juli 27, 2008

Über 600,000 Unterschriften gegen die "Propaganda-Maschine" Fox News

Der nicht gerade für objektiven Journalismus bekannte US-FernsehsenderFox News bekam Besuch. Dort hatte man u.a. Michelle Obama als Barack's "Baby Mama" bezeichnet und eine "Lynching Party" für sie vorgeschlagen. Über 620,000 Menschen haben nun eine Petition gegen diese rassistischen Ausfälle unterzeichnet, die Nas überbracht hat:



Bei Fox wollte man sich nicht mit dem Protest befassen, lehnte die Annahme und jede inhaltliche Auseinandersetzung ab. Man verglich dann lieber die Organisation MoveOn (Partner von ColorOfChange) mit dem KuKluxKlan...
Hier könnt ihr sehen, welche Kampagnen ColorOfChange bereits durchgeführt hat und euch für Newsletter und Updates anmelden: klick

Freitag, Juli 18, 2008

Flüchtlingsprotest in Thüringen

Mitteilung von the Voice Refugee Forum
Am 24.7.08, 13.30 Uhr in Ilmenau.
1. Kundgebung um 13:30 - 15:15, Marktstraße
2. Kundgebung um 15:30 - 16:30, Vor dem Landratsamt
Wir wollen das GU Gehlberg schließen
Abschiebestopp für alle!
Dezentrale Unterbringung und Arbeitsrecht erkämpfen!

Uns, den Flüchtlingen in Gehlberg wurde vom Landratsamt Ilmenau offiziell verboten eine öffentliche Veranstaltung in der GU Gehlberg zu organisieren. Am 2.7.08 wollten wir zu einer Pressekonferenz und Diskussionsrunde Vertreter der Presse, politisch Verantwortliche und VertreterInnen der Zivilgesellschaft einladen. Das Landratsamt begründen die negative Entscheidung mit dem Hausrecht, sie verfügen über Hausrecht
und wir nicht. Wir, die Bewohnerinnen und Bewohner von der GU Gehlberg werden unser Programm trotz all dem durchführen und unsere Meinung frei äußern.

Wir wollen euch über die die GU Gehlberg, die Lebenssituation der Flüchtlinge und unsere weitere Aktivitäten informieren.
http://thevoiceforum.org/node/884

Gehlberg: Landrat will Isolationslager erhalten

Die Flüchtlinge aus Gehlberg: Presse von ND-TA-FW//Idylle im Nirgendwo
http://www.thevoiceforum.org/node/869

Zweier Kundgbeung am Donnerstag, den 24.7.08 in Ilmenau an. Organisatoren sind die Flüchtlinge aus Gehlberg, gemeinsam mit The Voice Refugee Forum (Jena)

Dienstag, Mai 20, 2008

Verwirrspiel um Schimmelmann-Entscheidung

Leider sind sich die Partei-Abgeordneten aus Wandsbek nicht einig darüber, was in der letzten Bezirksversammlung nun eigentlich beschlossen wurde. Hier ein Ausschnitt aus einem Statement der SPD als Antwort auf eine Rückfrage der Black Community :

Ich kann Ihre Irritation gut verstehen. Zumindest, wenn Sie eine derartige, Ihnen gegenüber unverantwortlich irreführende Stellungnahme von Herrn Duge erhalten haben.
Offensichtlich stört es ihn, dass der Erfolg in Sachen Schimmelmann nun nicht in erster Linie mit der GAL in Verbindung gebracht wird.
Wir haben immer betont, dass der letztlich erfolgreiche Protest gemeinsam mit der GAL und vielen anderen Mitstreitern erfolgte.
Was ist aber nun beschlossen worden? Die Bezirksversammlung hat vereinbart, dass der SPD-Antrag in den noch zu gründenden Kulturausschuss überwiesen wird, aber mit der eindeutigen Maßgabe, dass das Denkmal am derzeitigen Ort abgebaut wird und man im Ausschuss lediglich noch darüber berät, was weiter mit dem Denkmal geschieht. Genauso sollte es ins Protokoll eingehen. Die CDU z.B. möchte es nicht einfach in den Keller stellen. Ich könnte mir vorstellen, dass man es in einen konzeptionellen Gesamtzusammenhang stellt, in dem tatsächlich eine geschichtskritische Beleuchtung der Person Schimmelmann stattfindet. Hier muss eine kluge Form gefunden werden, bei der die kolonialen Verbrechen nicht etwa in einem Nebensatz erscheinen, sondern sehr deutlich, etwa mit einem "Gegendenkmal", ins Bewusstsein gerückt werden. Ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Prozess konstruktiv weiter begleiten würden.
Ersteinmal aber bleibt festzuhalten, dass das Schimmelmann-Denkmal und damit die Ehrung eines Sklavenhändlers kurzfristig vom Wandsbeker Marktplatz verschwindet. Wir können uns also uneingeschränkt über diesen gemeinsamen Erfolg freuen.
Ich hoffe auch, dass ich Ihre Einschätzung "der Politiker" zumindest in dieser Sache und zumindest bezüglich unserer Fraktion wieder revidieren konnte.

Mit besten Grüßen

Rainer Schünemann


Mitglied der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek
Regionalsprecher Kerngebiet
(Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf, Wandsbek)

Wem wir gerade glauben sollen, ist uns allen nicht klar. Um jedoch so ein Hickhack in Zukunft zu vermeiden, werden wir sicherstellen, dass die Hamburger Community bei der ersten Sitzung des Kulturausschusses dabei ist und daher selbst aus erster Hand berichten kann.

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NACHTRAG 22.05.2008

Die Version der SPD wurde mittlerweile verifiziert und damit ist klar, dass SCHIMMELMANN VERSCHWINDET!!!
Die Black Community Hamburg wird sich weiterhin bemerkbar machen und auch in der Kulturausschussitzung dafür plädieren, dass das Schandmal nicht nur den Ort wechselt, sondern komplett aus dem öffentlichen Raum verschwindet.

Donnerstag, Mai 15, 2008

Schimmelmann: der böse Spuk ist doch noch nicht vertrieben

Wie mir gerade von der GAL-Fraktion aus Wandsbek mitgeteilt wurde, war der Artikel im Hamburger Abendblatt leider nur eine Ente:

Leider hat das Abendblatt schlecht recherchiert und die Unterscheidung zwischen einem Beschluss und einer Überweisung falsch wiedergegeben.
Beschlossen wurde nur, dass der Antrag auf Entfernung der Schimmelmann-Büste in den Kulturausschuss überwiesen wurde. Dort wird weiter beraten. Die CDU zeigt nun allerdingsBewegung überhaupt über das Thema zu sprechen, weil sie den Antrag nicht gleich abgelehnt hat. Wir haben Hoffnung, dass die Büste in absehbarer Zeit abgebaut wird, mehr leider aber nicht. Wann der Ausschuss tagt ist noch nicht klar, weil der Ausschuss noch gar nicht gebildet wurde. Vermutlich wird der Termin im Juni liegen.

Viele Grüße
Olaf Duge

Was kann man dazu noch sagen?
Es tut mir persönlich sehr Leid, dass diese Information nun so viele, die sich über den Erfolg der Schwarzen Community gefreut hatten, enttäuscht.
Verloren ist der Kampf allerdings noch nicht, er ist nur leider noch nicht gewonnen.

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NACHTRAG 22.05.2008

Offensichtlich war diese Aussage der GAL fehlerhaft und von ominösen Interessen motiviert. Nach einer schriftlichen Rückfrage durch die Black Community an GAL und SPD reagierte einzig die SPD mit einer Klarstellung, aus der ich einen Auszug hier veröffentlicht habe. Die Version der SPD wurde mittlerweile verifiziert und das bedeutet, dass SCHIMMELMANN VERSCHWINDET!

Samstag, Mai 10, 2008

Schimmelmann: Der Spuk ist bald vorbei!!!

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Nach den erbitterten Auseinandersetzung mit der CDU, die im letzten Jahr noch einstimmig für den Erhalt der Büste für den Menschenrechtsverbrecher Schimmelmann stimmte, war man in dieser Woche in der Bezirksversammlung plötzlich einstimmig dagegen:

Der Streit um die Schimmelmann-Büste im Wandsbeker Puvogel-Garten ist beendet. Die Bronzeplastik soll verschwinden - das beschloss die Bezirksversammlung Wandsbek jetzt einstimmig. Damit lenkt die CDU nach mehr als eineinhalb Jahren ein: SPD- und GAL-Fraktion hatten, wie berichtet, bereits im September 2006 gegen die Aufstellung protestiert und fortan gefordert, die Büste des umstrittenen Hamburger Kaufmanns Heinrich Carl Graf von Schimmelmann (1724 bis 1782) zu entfernen. Dieser erwirtschaftete einen Großteil seines Vermögens mit Sklavenhandel.
Bleibt zu hoffen, dass die Büste nicht nur von dort weg kommt, sondern - wie mehrmals von der Black Community Hamburg gefordert - komplett aus dem öffentlichen Raum verschwindet:

Bevor Schimmelmann verschwindet, muss im Bezirk ein neuer Kulturausschuss gegründet werden, der entscheidet, was mit der Skulptur geschieht. "Wenn sie anderswo aufgestellt wird, muss das in passendem Umfeld sein - an einem Ort, der die kritische Aufarbeitung mit Geschichte zulässt", so Olaf Duge (GAL). Er hofft auf einen schnellen Beschluss.
Quelle: Hamburger Abendblatt

Montag, Mai 05, 2008

Neue Entscheidung über das Schimmelmann-Schandmal

Die SPD-Fraktion in Hamburg-Wandsbek hat einen neuen Antrag auf Entfernung des Schandmals für den Menschenrechtsverbrecher Schimmelmann gestellt:
Debattenantrag:
Die Schimmelmann-Büste muss weg! !
Sachverhalt/Fragen
Ende 2006 gab es eine heftige Diskussion über die Frage, ob es berechtigt und zeitgemäß ist, eine Schimmelmann-Büste aufzustellen. Mit nicht nachvollziehbaren Argumenten hat die CDU-Mehrheit verhindert, die Konsequenzen aus der unkritischen Darstellung der Person Schimmelmann in der Öffentlichkeit zu ziehen. Bereits im Oktober 2006 hat die SPD-Fraktion angekündigt, nach der Wahl das Thema wieder aufzugreifen.

Beschlussvorschlag
Vor diesem Hintergrund beschließt die Bezirksversammlung:
Die Bezirksamtsleiterin veranlasst die Entfernung der Schimmelmann-Büste aus dem öffentlichen Raum und gibt sie dem Eigentümer zurück.
Die Bezirksversammlung ist öffentlich und findet am 08.05.2008 statt. Die Bezirksversammlung tagt ab 18.00 Uhr im BFW-Berufsförderungswerk Farmsen, August-Krogmann-Str. 52, 22159 Hamburg, Haus U, (1. Stock). Eine gute Gelegenheit, die Nachfolgerin von Gerhard Fuchs kennenzulernen und zu sehen, ob sie im Gegensatz zu ihm einfache Umgangsregeln beherrscht und ihr Gegenüber beim Gespräch ansehen kann.

Mittwoch, April 09, 2008

Betroffene sind mal wieder "nicht objektiv"

Pressemitteilung des The VOICE Refugee Forums:
Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt schliesst die Flüchtlings-Selbsthilfeorganisation, The VOICE Refugee Forum von Beratungsgesprächen bzgl. der problematischen Zustände in der „Gemeinschaftsunterkunft“ für Flüchtlinge im Thüringischem Katzhütte aus.
******

Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt schliesst die Flüchtlings-Selbsthilfeorganisation, The VOICE Refugee Forum von Beratungsgeprächen aus.

Saalfeld 09.04.2008, gegen: 10.30:

Im aktuell bekannten Fall der problematischen Zustände in der „Gemeinschaftsunterkunft“ für Flüchtlinge im Thüringischem Katzhütte fand am heutigen Mittwoch den 09.04.2008 ein informelles Gespräch im Buro der zuständigen landrätin Marion Philipp statt.

Auf der Tagesordnung standen algemeine Asylrechtliche aspekte der Unterbringung von Asylbewerben in Deutschland. Offiziel geladen waren Vetreter vom Fluchtlingsrat Thüringen/Erfurt sowie von Refugio Thüringen/Jena.

Nach Konsultationen mit den gennanten Organisationen wollte auch ein Vertreter der betroffenen Flüchtlings-selbsthilfeorganisation The VOICE Refugee Forum Jena an den Beratungen teilnehmen. Auf Grund der Kurzfristigkeit dieser Konsultationen war der ebenfalls beteiligte Dezernent für Soziales und Jugend Jörg Fischer am vorabend der Gespräche nicht mehr erreichbar. Herr Fischer betonte vor Beginn der Gespräche, dass nur geladene Personnen an diesen Offizielen Termin teilnehmen dürften. Im weiterem unterstellte Herr Fischer dass die Objektivität bzw. Sachlichkeit der Beratungen durch die Teinahme eines Vertreters der betroffenen Seite in Frage gestellt wäre!!

Die geladenen Vertreter von Flüchtlingsrat und Refugio protestierten gegen diesen Ausschluss.

Der Ausschluss der Flüchtlinge von Gesprächen über Probleme, die sie selbst betreffen zeigt einmal mehr die Verwaltungsmentalität der Zuständigen Behörde. Den Flüchtlingen wird dass Mitspracherecht verweigert und Entscheidungen werden über ihre Köpfe hinweg getroffen.

The VOICE Refugee Forum und die Karawane für die Rechte der Flüchtlingen und MigrantInnen protestieren ausdrucklich gegen diese Verweigerungshaltung des Salfelder Landratamtes gegenüber einer einvernehmlichen Vorgehensweise zur Lösung der offensichtlich bestehenden Probleme.

Wir fordern die Durchsetzung der Förderungen der betroffenen Flüchtlingen in Katzhütte, die Schließung des Katzhütte “Baracken” und eine dezentralisierte Unterbringung von Flüchtlingen in regulären Wohnungen.

Danke.

In Solidarität

Mehr zum Thema der Unterbringung in Katzhütte:

Presse / Katzhütte: Starke Kundgebung und Unterschriftensammlung in Saalfeld http://thevoiceforum.org/node/738


Kommentar von VOICE Jena zur regionalen Berichterstattung in Freies Wort von Thomas Mwayemudza Ndindah

http://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/seite2thueringenfw/art2437,784797
http://www.freies-wort.de/_/forum/index.html?mode=po_view&th_id=712&page=1
http://thecaravan.org/node/1511

-Radio
Proteste im Flüchtlingslager Katzhütte
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=21577

Katzhütte: mdr.de report on the isolation camp in the Thüringer Wald.
Katzhütte Germany: Wir wollen in normalen Häusern wohnen II Wir wollen in normalen Häusern wohnen und nicht in Baracken!
http://www.youtube.com/watch?v=VkeHN9lI3e4&feature=related

Tom’s link to photo album on sevenload:
http://de.sevenload.com/mitglieder/funthomaz
http://de.sevenload.com/alben/8xQP8v6
with pictures on Katzhütte including Saalfeld protest, as well as videos on Katzhütte, Oury Jalloh, Police scandal Sachsen-Anhalt and Black Community Thomas Mwayemudza Ndindah

Fotoalbum - Kundgebung in Saalfeld/Katzhuette_31_Maerz08
http://fotoalbum.web.de/


MDR - Katzhütte: Wir wollen in normalen Häusern wohnen PART I & PART II Part 1 -MDR TV zu Katzhütte vom 04. März 2008!
Ärger um Asylbewerberheim. In Katzhütte im Thüringer Wald leben Asylbewerber in einem ehemaligen Kinder-Ferienlager - unter Bedingungen, die kein Deutscher hinnehmen würde 04.03.2008
http://www.youtube.com/watch?v=t9x6pwq4xB4&feature=related
http://thevoiceforum.org/


Montag, April 07, 2008

Break the Silence: Demonstration gegen rassistische Polizeigewalt in Dortmund

B R E A K  T H E  S I L E N C E!          B R E A K  T H E  S I L E N C E!

POLICE BRUTALITY. DOMINIQUE KOUMADIO MEMORIAM IN DORTMUND,
12.04.08 ....
++++

Kommt am 12. April 2008 nach Dortmund

Unser aller Ziel:
eine Gesellschaft frei von Rassismus,Ausbeutung, Kriege und Unterdrückung

Unsere Waffe: Respekt und uneingeschränkte Solidarität

Tribunal in Gedenken an Dominique Koumadio und Oury Jalloh und alle anderen Opfer der Staatsgewalt 13:00 uhr Tribunal - 18:00 uhr Demo Reinoldikirche Dortmund


D e u t s c h : Tribunal und Demonstration in Gedenken an Dominique
Koumadio
http://thecaravan.org/node/1516
download pdf flyier
http://thecaravan.org/files/caravan/aufruf_DK_April_12_2008.pdf

***

come to to Dortmund on April 12, 2008

Our aim: a society without racism, exploitation, war and oppression.
Our weapon: respect and unlimited solidarity

TRIBUNAL IN MEMORY OF DOMINIQUE KOUMADIO and OURY JALLOH and all other
VICTIMS FO STATE BRTUTALITY AT 1 PM TRIBUNAL – AT 6 PM DEMONSTRATION
Katharinenstrasse, in front of Hauptbahnhof Dortmund



E n g l I s h : Tribunal in memory of Dominique Koumadio, Oury Jalloh and
all other victims of state brutality
http://thecaravan.org/node/1527
download pdf
flyierhttp://thecaravan.org/files/caravan/call_DK_April_12_2008%20(1).pdf
****

Venez le 12 avril 2008 à Dortmund

Notre but à tous: une société sans racisme, exploitations, guerres et
soumissions Nos armes: respect et solidarité illimitée

TRIBUNAL EN MÉMOIRE À DOMINIQUE KOUMADIO, OURY JALLOH ET TOUTES LES AUTRES
VICTIMES DU POUVOIR D’ÉTAT 13:00 HEURES TRIBUNAL – 18:00 HEURES DEMO
Katharinenstrasse, vis-à-vis du HBF Dortmund


F r e n c h Appel : TRIBUNAL EN MÉMOIRE À DOMINIQUE KOUMADIO, OURY JALLOH ET
TOUTES LES AUTRES VICTIMES DU POUVOIR D’ÉTAT
http://thecaravan.org/node/1522
http://thecaravan.org/files/caravan/appel_DK_12_Avril_2008.pdf

Dienstag, März 04, 2008

Aktuelles - Links 04.03.2008

Nach einer wirklich sträflich langen Pause hier einmal wieder ein Post mit kurzen Anmerkungen, Infos und den zugehörigen Links:

  • Erykah Badu hat ein neues Album veröffentlicht, in dem sie sich sehr gesellschaftskritisch äußert. Interessant ist, dass der deutsche Journalist Tobias Rapp die Rezension mit dem Titel "Verkiffter Wahnsinn" versieht. Was das Album mit Kiffen zu tun hat, wird zwar nicht wirklich deutlich, aber das scheint dann auch nicht weiter zu stören, denn
    "Man muss auch nicht mitmarschieren, zumal es kein Zurück gibt, Badu mag nämlich keine Deserteure ("If you think about turning back / I got a shot gun on ya back"). Braucht man als weißer Europäer ja auch nicht. Doch in ihrer Kompromisslosigkeit wie in ihrem verkifften Wahnsinn ist dies eine wichtige Platte."
    Aha, na wenigstens hat er begriffen, dass er weiß und nicht "neutral" ist... [wohl anders als viele der weißen Leser von BLACKprint, die sich in der letzen Umfrage nicht äußern wollten...]
  • Afro Hesse ist ein Paradebeispiel für das gesellschaftskritische Potential von Kultur, genauer gesagt von Musik, genauer gesagt von HipHop. Ein Mensch, der illegalisiert in diesem Land lebt und deswegen eigentlich unsichtbar ist, veröffentlicht ein Album, damit seine Stimme gehört wird. taz
  • Plötzlich gibt es auch in Deutschland "rassistisch motivierte Übergriffe", die nicht fälschlich als rechtsextrem oder fremdenfeindlich bezeichnet werden, wie bei dem Fall des Schwarzen Mannes, der beschimpft und auf ein Gleis gestoßen wurde. Eine erfreuliche Entwicklung nach einem mehr als unerfreulichem (aber leider nicht singulären) Ereignis (Quelle 1, Quelle 2).
  • Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Katzhütte haben eine weitere Stellungnahme veröffentlicht, nachdem Vertreter des Landratsamtes und der Gemeindeverwaltung das Gebäude besucht haben, während einem Fernsehteam der Zutritt zur Dokumentation der katastrophalen Zustände verweigert wurde. Hier der Text klick
  • Zum Schluss noch der Hinweis auf eine weitere Form des kreativen Protest, den Schwarzes Küchenpersonal in einem Luxus-Restaurant in Paris durchgeführt hat: Ein Streik mit Besetzung des Restaurants, in dem illegalisierte Menschen zum Teil neun Jahre lang zu geringen Löhnen gearbeitet haben und dennoch (bzw. genau deswegen) in einem mehr als prekären Status leben. KLICK
  • Und obwohl ich kein Anhänger der Obama-Mania bin und nicht denke, dass mit einem Schwarzen US-Präsidenten alle Probleme gelöst werden (was viele dann natürlich gerne behaupten würden, so wie ich auch schon heute in einer deutschen Zeitung gelesen habe, dass es in den USA keinen offensichtlichen Rassismus mehr geben würde), hier ein schickes Video. Viel Spaß:

Montag, März 03, 2008

Meldung zu Feuerherz

Das bekam ich gerade über einen Medienrechts-Verteiler:

Wahrheit oder Fiktion?

Bereits zwei Wochen vor der Premiere des Kinofilms "Feuerherz" auf der Berlinale begann der Streit um die Buchvorlage der Autorin Senait Mehari. Das Landgericht Hamburg bestätigte den Eingang einer Klage gegen Mehari und den Verlag Droemer Knaur.

Zwei Eritreer wehren sich damit gegen Meharis Darstellung ihrer angeblichen Zeit als Kindersoldatin im Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien. Die Kläger sehen durch den Film ihre Persönlichkeitsrechte verletzt. Die beiden wehren sich insbesondere gegen die Darstellung, die gemeinsam besuchte Schule in einem Lager der eritreischen Rebellenorganisation sei ein militärisches Ausbildungscamp für Kinder gewesen. Die jetzt in Hamburg klagende Frau hatte nach Angaben des Verlags bereits eine Strafanzeige gegen die Autorin wegen übler Nachrede gestellt. Mehari hatte die Frau in ihrem Buch sowie in Interviews namentlich benannt und als "brutale Kommandantin" bezeichnet und als menschenverachtende Mörderin dargestellt. Ein Berliner Gericht erließ demnach bereits Strafbefehl gegen Mehari und verpflichtete sie zur Zahlung von 9.000 Euro.

Der Verlag betonte die Rolle des Buches als "ein Stück Zeitgeschichte".
Dazu verweise ich noch mal auf meinen Terminhinweis "Feuerherz der Finsternis" und den Link zur Schule, die in dem Buch so anders dargestellt wurde, als die anderen Schüler sie in Erinnerung haben: KLICK

Und hier der Link zu den NDR-Beiträgen, in denen Journalisten versucht haben, den Vorwürfen gegenüber Senait Mehari auf den Grund zu gehen: klick

Mittwoch, Januar 30, 2008

Überraschung: Welt über Kolumbus, Schimmelmann und Raummüll

Gerade in der Welt entdeckt:

Einer, der im Atlantikhandel sehr gut verdiente, war der Baron Heinrich Carl von Schimmelmann. Er lebte von 1724 bis 1782 und galt als der reichste Mann Europas. Die Erinnerung an den erfolgreichen Unternehmer fand jedoch nicht den Weg ins All. Sie versteckt sich in Gestalt einer kleinen Bronzebüste auf einer dreieckigen Verkehrsinsel im unauffälligen Hamburger Stadtteil Wandsbek. Eine Texttafel neben dem Denkmal würdigt ihn als "Begründer der wirtschaftlichen Stärke Wandsbeks" und erläutert, er sei "auch durch den sogenannten Dreieckshandel (Kattun und Gewehre, Sklaven, Zuckerrohr und Baumwolle) zwischen Europa, Afrika und Amerika" zu seinem Reichtum gekommen. Dieses Geschäftsmodell hat seinen Namen von dem dreieckigen Kurs über den Atlantik, dem europäische Handelsschiffe mehr als zwei Jahrhunderte lang folgten. Im Falle Schimmelmanns bildete die Handelsroute zugleich eine in sich geschlossene, globale Produktionskette: Seine 14 Schiffe transportierten von Europa Kattungewebe, Gewehre und Alkohol zur Westküste Afrikas. Dort nahmen sie Sklaven an Bord und brachten sie in die Karibik, wo sie entweder auf Schimmelmanns Plantagen arbeiteten oder verkauft wurden. Für die Rückreise nach Europa luden die Schiffe Baumwolle und Rohzucker, die wiederum in Schimmelmanns eigenen Manufakturen zu Kattun und Branntwein für den Afrikatransport verarbeitet wurden.

Schimmelmanns Geschäftsbücher, die der Historiker Christian Degn akribisch durchgesehen hat ("Die Schimmelmanns im atlantischen Dreieckshandel", Wachholtz Verlag), verzeichnen bereits fürs erste Jahr nach dem Erwerb der Plantagen, als dort noch viele Aufbauarbeiten ausgeführt werden mussten, eine Rendite von über zehn Prozent. Das war mehr als das Doppelte von dem, was Gutsbetriebe in Europa einbrachten. Viermal fuhr allein das Sklavenschiff "Fredensborg" zwischen 1778 und 1789 das Dreieck und verschleppte dabei 1552 Afrikaner auf die Jungferninseln. Ein auf die Brust gebranntes S in einem Herzen kennzeichnete sie als Eigentum der Handelskompanie. Ungefähr jeder Sechste starb noch während der Überfahrt. Auf den Plantagen wurden Fluchtversuche mit dem Abhacken eines Beins bestraft. Inventarlisten verzeichnen auffallend viele Sklaven "mit einem Holzbein".

Seit der Enthüllung des Schimmelmann-Denkmals im September 2006 hat es immer wieder Proteste provoziert. Mehrmals wurde es mit roter Farbe bespritzt. Der Ärger entzündet sich zum einen an der hanseatischen Diskretion, mit der hier die gewalttätigen Wurzeln der wirtschaftlichen Stärke Wandsbeks abgehandelt werden. Er hat aber auch damit zu tun, dass dieses Denkmal am falschen Ort errichtet wurde. Denn bei Schimmelmann geht es nicht um Regionalgeschichte. Der erfolgreiche Unternehmer, der die Sklavengeschäfte im Namen des dänischen Königs durchführte, steht für ein Geschäftsmodell, von dem ganz Europa profitierte. Die Erinnerung daran ist im unscheinbaren Puvogelgarten in Hamburg-Wandsbek völlig deplatziert. Sie gehört dorthin, wo sie zukünftigem Handeln eine Orientierung geben kann: auf die Raumstation.

Wer unter dem Namen Kolumbus auf Entdeckungsreise ins All geht, darf nicht vergessen, dass die europäischen Seefahrer in früheren Jahrhunderten nicht nur als Entdecker, sondern auch als Eroberer die Meere besegelten. Soll sich das jetzt im Sonnensystem fortsetzen? Die Logos der "Columbus"-Mission geben darauf keine Antwort. Dabei ist die Frage alles andere als theoretisch. Viele Wissenschaftler haben die begründete Hoffnung, auf dem Mars Leben zu finden. Wie gehen wir mit diesem Leben um, wenn sich, wie derzeit nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa, Russland und China geplant, ab etwa 2030 Menschen dort niederlassen? Einer der wenigen, die sich klar dazu geäußert haben, ist der britische Mikrobiologe Charles Cockell. Die Ehrfurcht vor dem Leben, schreibt er in seinem Buch "Space on Earth" (Macmillan Science), hindere uns nicht daran, irdische Pflanzen und Tiere zu töten, wenn es für uns von Nutzen ist. Was aber, wenn sich eine außerirdische Lebensform, die wir zunächst als nahrhafte, wohlschmeckende Pflanze wahrgenommen haben, als empfindsames, intelligentes Wesen entpuppt? Um interplanetaren Mord möglichst zu verhindern, statt ihn später zu bedauern, fordert Cockell: "Wir sollten von der höchsten moralischen Relevanz ausgehen und jedes außerirdische Leben als intelligent ansehen, bis das Gegenteil bewiesen ist." Er verweist auf die historisch überreichlich belegte menschliche Neigung, unvertraute Lebensformen, Kulturen und Völker zu zerstören, und gibt zu bedenken: "Wenn wir bei den Entdeckungsreisen der Vergangenheit einem Prinzip ,höchster moralischer Relevanz' gefolgt wären, hätten viel Leid und Zerstörung vermieden werden können."

Ein europäisches Weltraumlabor mit dem Namen Columbus ist nicht vollständig ohne ein Mahnmal für die Opfer der europäischen Expansion. Wir sollten die Schimmelmann-Büste mit einem der nächsten Transporter hinaufschicken. Auf der Erde könnte damit ein unfruchtbarer Streit beendet werden. Und im Orbit wäre der Bronzebaron für die ISS-Besatzung eine ständige Erinnerung daran, dass die von Kolumbus begründete Tradition nicht so schön und ungebrochen ist, wie es die Logos der bevorstehenden Weltraummission suggerieren. Ein so massiges und sperriges Objekt würde die Astronauten behindern und bei der Arbeit stören? Genau das soll es!

Montag, Januar 28, 2008

Call for Papers für antirassistischen Reader

Im Februar wird in Hamburg ein neuer Senat gewählt, doch dass die CDU abtritt, ist besonders unter Berücksichtigung ihrer engen Zusammenarbeit mit den Grünen kaum vorstellbar. Das CDU-Konzept "Die wachsende Stadt" und die grüne "soziale Stadt" rücken zusammen, Differenzen werden mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung runtergeschluckt. Im Mittelpunkt steht die Wirtschaftlichkeit. Was nicht dazu passt, wird eingesperrt, ausgewiesen, oder ausgebeutet. MigrantInnen als hochqualifizierte Fachkräfte oder als unter jedem geforderten Mindestlohn arbeitenden Dienstleister, gefürchtet als Konkurrenz auf dem heimischen Arbeitsmarkt oder als Lohndumper. Wer verwertbar ist, darf bleiben, anderen wird der Zugang mit hohem Kapitaleinsatz verwehrt.

Hamburg bietet sich für ein solches Camp an. Die Stadt, die sich selbst gerne nach außen als weltoffen und liberal hinstellt, große Kreuzdampfer mit überschwenglichen Feuerwerken begrüßt, den Tourismus als Hauptsäule ihrer Wirtschaftspolitik versteht und aufgeschlossen und selbstbewußt international als Wirtschaftsstandort wirbt, ist nach innen geprägt von einer Politik der Ausgrenzung. Dabei etabliert sich der Hamburger Flughafen als norddeutsche Zentrale für europaweite Sammelabschiebungen, die die Ausländerbehörde organisiert, ebenso wie die Auslagerung von Flüchtlingen in das Lager Horst, die Sendung legalisierungsfeindlicher Bescheide und dem ganz alltäglichen Rassismus an den Schreibtischen.

m Sommer 2008 wird es in Hamburg ein großes transnationales AntiRa-Camp geben. Dieses nehmen wir als Anlass, bereits im Vorfeld zu einer Beteiligung an der Erstellung eines antirassistischen Readers aufzurufen. Unser Ziel ist, einerseits die Vielfalt der antirassistischen Widerstandsbewegung und der Auseinandersetzungen um die Grenzregime widerzuspiegeln, aber andererseits eben auch aufzuzeigen, wie vielfältig der alltägliche und strukturelle Rassismus und die Entrechtung in Hamburg, in (Schengen-) Europa und weltweit ist, welche Zusammenhänge bestehen, aber auch welche Formen des Widerstandes realisierbar sind und realisiert werden.
Die Abschottung nach außen wird maßgeblich von der Frontex (Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen) geführt. Mit Hauptsitz in Warschau wird hier mit einem Budget von 35 Mio. Euro auf EU-Ebene eine Schnittstelle geschaffen, deren Auftrag in der Bekämpfung der irregulären Migration liegt. Bekannte Schwerpunkte sind die von Frontex koordinierten Einsätze im Mittelmeer, vor der spanischen Küste und zur Abschottung der Kanarischen Inseln, die zusätzliche Todesopfer unter den migrationsbereiten afrikanischen Flüchtlingen provozieren. Weniger bekannt ist etwa der Frontex-Einsatzbereich Griechenland (bzw. Ägäis), das kürzlich wegen massiver Übergriffe gegen die dort gestrandeten Flüchtlinge in die Schlagzeilen kam. Ein weiterer Aktionsbereich liegt in dem Training der Grenzschutztruppen, deren erster Fokus auf der Erkennung von gefälschten Dokumenten, Standards für Abschiebemaßnahmen, Erkennung gestohlener Autos, Training für Hubschrauberpiloten und Sprachkursen lag. Das bisherige Training wurde in Lübeck an der Grenzschutzpolizeischule durchgeführt, weitere Trainings für 2008 sind hier geplant, bis eine europäische Grenzschutzpolizeischule eingerichtet ist.

Anlässe ein Camp mit antirassistischer Ausrichtung in Hamburg zu planen gibt es daher mehr als genug. Der Fokus wird auf Frontex/Außengrenzen, Abschiebungen und Lager gerichtet sein, bietet aber auch die Möglichkeit der Verknüpfung mit allen weiteren Themen. Daher rufen wir nun alle AktivistInnen, KünstlerInnen, Gruppen und Institutionen auf, sich an einem antirassistischen Reader mit Texten, Aktionsvorschlägen und kreativen Ideen zu beteiligen. Wo liegen die Schnittstellen zwischen antirassistischer Politik und Euren Inhalten? Wo liegen linke, solidarische Perspektiven und Gegenentwürfe, wie kann Widerstand gelebt werden, wie kann unsere Stimme lauter werden? Egal ob hochtheoretisch oder auf dem Aktionslevel, wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge.

Die Beiträge für den Reader sollten nach Möglichkeit bis Ende März vorliegen. Ihr könnt sie - möglichst im Format Word oder RTF, Bilder im Format 150 dpi (Grafiken, Logos etc.) bis 300 dpi (Fotos) - an diese Adresse schicken: camp08[a]kein.org. Der Reader wird das PDF-Format haben.

Eure AG Mobilisierung und Öffentlichkeitsarbeit
des Transnationalen Antirassistischen Sommercamps 2008 in Hamburg

P.S.: der genaue Termin des Camps steht noch nicht fest, dieser wird voraussichtlich beim nächsten Vorbereitungstreffen am 15.3.08 in Hamburg beschlossen.

Montag, Januar 21, 2008

Fax-Proteste im Zusammenhang mit Oury Jalloh

Seit dem mysteriösen Tod von Oury Jalloh, den man zwar nicht Mord nennen darf, aber sehr wohl für einen halten kann, wird versucht, Proteste zu unterdrücken. Trotzdem hat die "Oury Jalloh Kamagne" sehr viel erreicht - dafür scheint der Gründer, der Aktivist Mouctar Bah, büßen zu müssen.

Hier ein Ausschnitt aus dem Text der Karawane:

Mit einer Kampagne versucht sich das Land Sachsen-Anhalt als “aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit” darzustellen. Aber als ein Flüchtling unter ungeklärten Umständen qualvoll im Dessauer Polizeigewahrsam verbrannte, musste erst ein Freund des Flüchtlings, selbst ein Afrikaner, den Fall an die Öffentlichkeit bringen. Erst dann kam die Justiz so unter Druck, den Fall zu untersuchen.

Dafür rächen sich nun die Behörden der Stadt. Mit fadenscheinigen und rassistischen Begründungen wird ihm verboten, weiter in seinem Internet-Café zu arbeiten. Wegen seines Engagements gegen Polizeigewalt zerstört der Staat die Existenzgrundlage des Aktivisten.

Und hier der komplette Text: klick

Nun gibt es eine Fax-Kampagne der Karawane, mit der man gegen den Entzug der Gewerbelizenz protestieren kann. Bitte mitmachen und unsere Aktivisten unterstützen!
Hier der Faxvordruck: klick


Freitag, Dezember 28, 2007

Oury Jalloh - Postkarte, Protest und Konferenz



KEIN VERGESSEN, KEIN VERGEBEN - Eine Stellungnahme der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh http://thevoiceforum.org/node/619
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Hiermit rufen wir alle Menschen auf, an den Konferenzen in Berlin und Dessau und der Demonstration in Dessau in Gedenken an Oury Jalloh, Laye Konde, Dominique Koumadio und anderen Opfern rassistischer Polizeibrutalität teilzunehmen.

05. JANUAR 2008 - GEDENK-KONFERENZ IN BERLIN FüR DIE OPFER RASSISTISCHER POLIZEIGEWALT; 16 UHR, ORT: MEHRINGHOF, GNEISENAUSTR. 2A; U6/U7 MEHRINGDAMM

06. JANUAR 2008 - BLACK-AFRICA KONFERENZ IN DESSAU; 12 UHR, BEAT CLUB

07. JANUAR 2008 - DEMONSTRATION ZUM 3. JAHRESTAG DES MORDES AN OURY JALLOH IN DESSAU

KEINER WIRD VERGESSEN! FÜR AUFKLÄRUNG, GERECHTIGKEIT, ENTSCHÄDIGUNG!

Petition gegen rassistischen Buchtitel und Cover

HIER lässt sich eine Online-Petition unterzeichnen.

Hintergrund:

2004 veröffentlichte der Kunstmann Verlag das erste
„Handbuch des Verhörens” (Autor: Axel Hacke, Illustration: Michael Sowa)
unter dem Titel Der Weiße Neger Wumbaba”.

2007 kam trotz der Proteste Schwarzer und Weißer Menschen gegen die unreflektierte Verwendung des N-Wortes und die Reproduktion rassistischer Stereotype der zweite Band “Der Weiße Neger Wumbaba kehrt zurück” heraus. Die Bücher bestehen aus einer Sammlung von „Verhörern”.Unklar bleibt, warum ausgerechnet „Der Weiße Neger Wumbaba” (ursprünglich „der weiße Nebel wunderbar” aus „Der Mond ist aufgegangen” von Matthias Claudius) als Coverbild und Titel herhalten muss, daher muss davon ausgegangen werden, dass es hierbei ausschließlich um einen reißerischen Aufhänger geht.

Das N-Wort ist eine Beleidigung, die für die Entmenschlichung, Misshandlung, Herabwürdigung und Diskriminierung Schwarzer Menschen steht. Es kann daher nicht zur Unterhaltung und Belustigung Weißer Menschen benutzt werden, egal ob damit Einzelne direkt, oder eine Gruppe indirekt benannt werden (wie im Falle des weißen N`s). Rassismus ist ein Problem, mit dem sich viele nicht-Weiße Menschen auf unterschiedlichen Ebenen täglich konfrontiert sehen. Das Aufbauen einer rassistischen Marke (Die „Wumbaba”-Figur ist inzwischen auch völlig kontextfrei als Schlüsselanhänger erhältlich) kann und darf nicht mit dem Hinweis auf den „harmlosen Inhalt” des Buches oder gar künstlerische Freiheit gerechtfertigt werden.

Rassismus ist niemals harmlos. Künstlerische Freiheit gilt es verantwortungsbewusst einzusetzen, sie endet da, wo sie andere Freiheiten einschränkt – in diesem Falle die Freiheit, in Öffentlichkeit und Unterhaltungsliteratur nicht mit rassistischer Sprache und entsprechendn Bildern konfrontiert zu werden. Rassistische, gewalttätige Begriffe gilt es zu kritisieren, nicht zu Marketingzwecken zu instrumentalisieren. Die mit Rassismus verbundene Entmenschlichung gilt es zu beenden, nicht zu reproduzieren.Für 2008 ist nun auch noch ein dritter Band geplant: “Das Vermächtnis des Weißen Negers Wumbaba”.

Wir, die Unterzeichner, fordern den Kunstmann-Verlag daher auf, das dritte Buch mit einem Titel und einem Bild zu versehen, die ohne Rassismus auskommen. Wir fordern überdies eine öffentliche Stellungnahme und Entschuldigung für die Aufmachung der bereits erschienenen „Wumbaba”-Bände und die Einstellung der kommerziellen Nutzung und Vermarktung von rassistischen Bildern durch die Reproduktion der „Wumbaba”-Figur.

Diese Petition wird unterstützt von:

der braune mob e.V. media-watch - Schwarze Deutsche in Medien und Öffentlichkeit

ISD-Bund e.V . - Initiative Schwarze Menschen in Deutschland

ADEFRA e.V. - Schwarze deutsche Frauen und Schwarze Frauen in Deutschland

Ade Bantu, Musiker, Aktivist und Gründer von Brothers Keepers

Hier Petition unterzeichnen: http://www.gopetition.com/online/15829.html


via blog.derbraunemob.de

Dienstag, Oktober 23, 2007

Ein Hotel bekennt Farbe

Weil's so nett ist, hier der komplette Text ohne weiteren Kommentar:

DRESDEN. Es gibt sie anscheinend noch, die Zivilcourage. Die NPD-Landtagsfraktion in Sachsen bekam zum Wochenende einen Brief mit folgendem Wortlaut:

"NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Dresden, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.

Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Johannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer


[Mit Dank an Sonja für den Hinweis]


Montag, August 27, 2007

Forderungskatalog für faire UNICEF-Werbung

via derbraunemob

Liebe Freunde,

Wir sind uns einig: Die UNICEF Kampagne “Schulen für Afrika”, in der weiße Kinder mit Schmutz/Make-Up/Schuhcreme beschmiert wurden, um “Kinder in Afrika” darzustellen, hätte nicht passieren dürfen. Was tut UNICEF nun im einzelnen, um dies wieder gut zu machen?

Wir haben einen Forderungskatalog erstellt, der der Öffentlichkeit demonstrieren kann, dass es nicht das “Recht” deutscher Organisationen ist, Menschen nach Belieben auch herabsetzend darzustellen. Auch können zukünftige ähnliche Fehltritte vermieden werden, wenn unseren Forderungen nachgekommen wird.

Um diesem Anliegen Gehör zu verschaffen, haben wir eine Pressemeldung veröffentlicht, und diese Forderungen an UNICEF geschickt.

Sie können diese Forderungen unterstützen indem Sie an UNICEF schreiben und das Kommittee der United nations (”it’s your world”), denen UNICEF untersteht.

schulen@unicef.de,

information@unicefusa.org

3rdcommittee@un.org

Dafür können Sie gerne unseren Brief verwenden. Bitte senden Sie freundlicherweise eine Kopie an info@derbraunemob.de damit wir einen Überblick über den Umfang der Proteste bekommen.

(diese Erklärung finden Sie in englischer Sprache auf der Seite)

Mit freundlichen Grüßen,

info@
derbraunemob.de

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Frau Heide Simonis, Alexandra-Friederike Prinzessin zu Schoenaich-Carolath, und UNICEF-Mitarbeiter,

In der UNICEF Kampagne “Schulen für Afrika” wurden Weiße Kinder mit Schmutz/Make-Up/Schuhcreme beschmiert, um “Kinder in Afrika” darzustellen. Sicher sind Sie mit uns einer Meinung, dass dies nicht hätte passieren dürfen. Auch UNICEF-MitarbeiterInnen, zahlreiche Bürgerrechts-Organisationen sowie protestierende Zivilpersonen aus vielen Ländern haben dies erkannt und ihrem Protest bereits Ausdruck verliehen.

Da aus einem Antwortbrief von UNICEF Deutschland leider ersichtlich ist, dass dort in der Tat noch nicht eingesehen wird, weshalb diese Kampagne die Würde sehr vieler Menschen verletzt, ist die Situation weiterhin unbefriedigend: die Anzeigen waren ganzseitig in Tageszeitungen veröffentlicht worden, und damit wurden pauschale Klischees sowie rassistische Bilder der deutschen Öffentlichkeit als akzeptabel und humanitär präsentiert.

Was tut UNICEF nun im einzelnen, um dies wieder gut zu machen?

Da UNICEF eine Organisation der UN ist, hat der “Fall” durchaus politische Tragweite: in wieweit darf eine UN-Organisation Menschen herabwürdigen und als unterlegen/irrelevant betrachten und behandeln, ohne dass dies Folgen für die Organisation selbst hat? Zahlreiche Menschen haben protestiert.

Wir fordern daher

- die Schaltung von Anzeigen in Größe und Umfang der original-Anzeigen, in denselben Zeitungen (Gegendarstellung), die darüber informieren, dass die vermittelten Bilder falsch und schädlich waren, im Wortlaut wie unten

- ein edukatives Treffen der Vorsitzenden der UNICEF-Diversity Abteilungen zumindest der USA und England mit den für diese Kampagne Verantwortlichen deutschen UNICEF-MitarbeiterInnen

- das künftige INSTITUTIONELLE Einbeziehen von ausgebildeten Diversity- und Antidiskriminierungs-Sachverständigen sowie VertreterInnen derjenigen Gruppe, der geholfen/gespendet werden soll, in alle Werbekampagnen von UNICEF Deutschland

- Nachricht darüber, wann und wie unseren Forderungen nachgegangen wurde.

Da Sie ja ausschließlich humanitäre Ziele haben, sind Sie mit uns sicher einer Meinung, dass eine solches Handeln durchweg positiv betrachtet werden wird, und dem erreichen Ihrer Ziele -gleichen Chancen für ALLE Kinder- förderlich ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Vorstand der braune mob e.V.
media-watch - schwarze deutsche in medien und öffentlichkeit
i.A.
Noah Sow
Jean-Alexander Ntivyihabwa
Patricia Eckermann

Cc:

Division for Social Policy and Development
Department of Economic and Social Affairs,
United Nations, DC2-1320,
New York, NY 10017, USA
Fax: 1 212 963 3062

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Textvorschlag für die geforderte Gegendarstellung:

öffentliche Entschuldigung

UNICEF Deutschland veröffentlichte kürzlich eine Anzeigenkampagne namens “Schulen für Afrika”. Das Ziel dieser Kampagne war es, darauf aufmerksam zu machen, dass es in einigen afrikanischen Ländern leider noch immer Kinder gibt, die keinen Zugang zu elementarer Schulbildung haben.

Trotz unserer aufrichtig guten Absichten, auf die Notlage dieser Kinder aufmerksam zu machen, war unsere Kampagne falsch konzipiert, da sie verschiedene schädigende und negative Klischeevorstellungen bestätigte, die wir von Afrika haben.

In einer Reihe von vier Bildern wurde jeweils ein Weißes deutsches Kind abgebildet, dessen Gesicht braun beschmiert war, neben Statements, die pauschale Verallgemeinerungen über die fehlende Bildung “afrikanischer” Kinder transportierten.

Durch nachträgliche Einsicht erkennen wir heute, dass es eine schwere Fehlentscheidung war, die Gesichter der Kinder anzumalen um “Afrikaner” darzustellen. Schwarz zu sein ist weder “schmutzig” noch sollte es mit “Make-Up” verglichen werden.

Wir entschuldigen uns vorbehaltlos für den herabsetzenden Charakter dieser Kampagne.