Posts mit dem Label usa werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label usa werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, Januar 26, 2009

What a Moment! - Video of the Day

The first Presidential Dance

Freitag, Dezember 26, 2008

Feuer frei auf Afro-Amerikaner in New Orleans



Die Petition, in der eine Strafverfolgung gefordert wird, kann man hier unterschreiben: klick

Samstag, November 15, 2008

US-Proteste gegen rassistische Äußerungen im ORF

Die US-Regierung hat beim öffentlich-rechtlichen österreichischen Fernsehensender ORF gegen rassistische Bemerkungen protestiert, die der frühere USA - Korrespondent des Senders Klaus Emmerich am Tag nach den US-Wahlen (5.11.) in einer Livesendung über Barack Obama gemacht hatte. Emmerich hatte vor ca. 1,2 Millionen Zuschauern erklärt, dass er sich “nicht von einem Schwarzen in der westlichen Welt dirigieren lassen” wolle. Und nannte US-Amerikaner “Rassisten”, denen es “schon sehr schlecht gehen (muss), dass sie so eindrucksvoll (…) einen Schwarzen mit einer schwarzen, sehr gut aussehenden Frau ins Weiße Haus schicken”. Laut Emmerich wäre das ungefähr so, “wie wenn der nächste Bundeskanzler in Österreich ein Türke wäre”.
Ganzer Text bei blackNRW

Donnerstag, November 13, 2008

Mehr afrodeutsche Perspektiven zur Obama-Wahl

Zwar ein bisschen spät, aber natürlich besser als gar nicht, hier noch Links zu weiteren afrodeutschen Perspektiven, die nach der Wahl von Obama veröffentlicht wurden:

- Jeannine Kantara bei ZEIT ONLINE: "Schwarze Deutsche - Wir sind Präsident!"
- Washington Post: "Racism Rears Its Head in European Remarks on Obama"
- Brothers Keepers Blog: Statement darüber, was in der Berichterstattung über Obama schiefgeht

Donnerstag, November 06, 2008

"Unser Barack"

Hier der versprochene Text, der heute in der taz erschienen ist:

Ich hätte es kaum zu hoffen gewagt. Bis zum letzten Moment, bis zur ganz offiziellen Verkündung, konnte ich es einfach nicht glauben. Bloß nicht zu früh freuen, die Enttäuschung bei einer Niederlage wäre unerträglich gewesen.

Doch jetzt wird es ihn tatsächlich geben, den ersten Schwarzen US-Präsidenten. In einem Land, in dem Schwarze Menschen lange sogar juristisch nur den Bruchteil des Wertes eines wirklichen, also weißen, Menschen hatten. Genau hier hat es Barack Obama allen gezeigt. Und ich freue mich. Und mit mir, viele andere Schwarze Menschen, die in Deutschland leben. Seit der Wahlnacht halten die euphorischen Freudenbotschaften per E-Mail und Textnachricht mich in Gange. Und ich freue mich besonders, weil diese Nachrichten auch von denen kommen, die sich normalerweise nicht mit Politik beschäftigen.

Warum freuen wir uns so? Was bewegt uns so? Wo es doch nicht um unser Land geht? Sondern um ein Land, auf das man von Deutschland aus immer gern den Finger zeigt, wenn es um das Thema Rassismus geht. Genau dort wird ein Schwarzer Mann von der noch immer mehrheitlich weißen Bevölkerung in das höchste politische Amt gewählt. Wo will Deutschland denn jetzt noch hinzeigen? Werden die deutsche Bevölkerung, die Politik und die Medien jetzt vielleicht tatsächlich mal nach innen sehen müssen?

Denn hierzulande ist etwas Ähnliches schwer vorstellbar. Obwohl seit Jahrhunderten Schwarze Menschen in Deutschland leben, Familien gründen, studieren, ihre Spuren in Wissenschaft, Kunst und Kultur hinterlassen, wehren wir als uns täglich gegen die Bilder, die in den Medien von uns gezeigt werden. Wehren wir uns dagegen, dass Schwarze Kinder fast ausschließlich mit destruktiven Identifikationsfiguren aufwachsen, weil nur die in den deutschen Medien, wie auch in Kinder- und Schulbüchern, zu sehen sind.

Als Barack Obama als Präsidentschaftskandidat nach Berlin kam, pilgerten Afrodeutsche aus dem gesamten Bundesgebiet in die Hauptstadt. Eltern Schwarzer Kinder nahmen ihren Nachwuchs mit, damit sie Teil eines historischen Ereignisses werden konnten. Damit sie mit eigenen Augen sehen konnten, dass es für sie Optionen gibt. Dass es eine Wirklichkeit gibt, die sie in Deutschland meist nicht zu sehen bekommen. Für viele ein ermutigendes Erlebnis.

In Deutschland fehlen diese Erlebnisse. Seit über 20 Jahren kämpfen Afrodeutsche auf verschiedenen Ebenen für eine realistische, faire Öffentlichkeit, für eine Repräsentanz abseits der sexualisierten und kriminalisierten Klischees. Doch noch immer sehen wir die gleichen Bilder, sind unsere Vorbilder Rapper, Sportler und Witzfiguren.

Auch, wenn wir die Entertainer lieben und uns über erfolgreiche Sportler freuen, können wir uns nur schmerzerfüllt ansehen, wie Athleten hierzulande Zielscheibe von rassistischen Sprechchören, Pöbeleien und Angriffen werden. Wir hören Affenlaute und sehen Bananen auf Spielfelder fliegen. Wir sehen nicht, was wir unseren Kindern als Erfolgsmodelle zeigen können, um sie stark und erfolgreich zu machen. Eher weitere Zeichen dafür, dass sich die Mühe gar nicht lohnt, dass sie in ihrer eigenen deutschen Heimat nie als Menschen behandelt werden, egal, wie gut sie sind.

In Deutschland sind Schwarze Deutsche kaum politisch repräsentiert - wir sind nämlich in weiten Teilen keine "Migranten", müssen weder Sprache lernen noch uns integrieren - und fallen damit aus dem Rahmen der Gruppen, für die "Beauftragte" in Frage kommen. Auch, wenn wir tagtäglich spüren müssen, dass man uns für "anders" hält, wird gleichzeitig so getan, als würde unser Schwarzsein gar keine Rolle spielen. Und wir bleiben mit unseren Belangen im Allgemeinen unsichtbar.

Dass in den USA demnächst das höchste politische Amt von einem Afroamerikaner bekleidet wird, ist ein Zeichen dafür, dass Veränderung möglich ist. Dass es Sinn macht, zu kämpfen. Für Teilhabe, Repräsentanz und Respekt. So lässt es sich leicht erklären, warum im August auf dem jährlichen Bundestreffen der Initiative für Schwarze Menschen in Deutschland das T-Shirt mit dem Aufdruck "Yes, we can!" ein echtes Highlight war. Irgendetwas lag in der Luft, das sich nach Aufbruch, nach Errungenschaft, nach neuen Möglichkeiten anfühlte. Etwas, das uns sagte, wenn es dort geht, dann vielleicht auch hier! Die Zuversicht der Obama-Kampagne hat auch uns angesteckt.

Wir sind ausgehungert nach Bildern von Schwarzen Menschen, an denen wir uns orientieren können. Die uns Möglichkeiten eröffnen, Wege aufzeigen, die trotz aller Widerstände gegangen werden können. Die wir unseren Kindern zeigen können, damit sie zuversichtlich in ihre Zukunft blicken. Wir brauchen Visionen. Auch aus anderen Teilen der Welt. Durch die Wahl Obamas ist eine fest verschlossen geglaubte Tür plötzlich geöffnet. Und viele weitere werden folgen. Yes, we can! Yes, we will!

VICTORIA B. ROBINSON


Mittwoch, November 05, 2008

Yes, we can!

Ich hatte ja kaum zu hoffen gewagt, dass es tatsächlich passiert. Und nun ist es doch so gekommen: Barack Obama wird der 44. US-Präsident!!



Später ein längerer Post, erstmal feiern (u.a. Geburtstag) und arbeiten...

---

NACHTRAG:

Der längere Post kommt morgen in Form eines Gast-Kommentars, den ich zum Thema für die taz verfasst habe.

Donnerstag, Juli 31, 2008

US Congress entschuldigt sich offiziell für Versklavung und Jim Crow

Aus der gestrigen Washington Post:
The House yesterday apologized to black Americans, more than 140 years after slavery was abolished, for the "fundamental injustice, cruelty, brutality and inhumanity of slavery and Jim Crow" segregation.
[...]

In February, the Senate apologized for atrocities committed against Native Americans, and the body apologized in 2005 for standing by during a lynching campaign against African Americans throughout much of the past century. Twenty years ago, Congress apologized for interning Japanese Americans in concentration camps during World War II.

Congress has considered a similar apology for the slavery and Jim Crow eras, a gesture long sought by African Americans. Such efforts were always bogged down by concerns that the apology would prompt a greater call for reparations for slavery.

In recent years, black activists seeking reparations for slavery have gotten private companies, such as banks, insurers and railroads, to apologize for playing a role in bankrolling, insuring, capturing and transporting slaves.


Mit Dank an Eleonore für den Hinweis

Sonntag, Juli 27, 2008

Über 600,000 Unterschriften gegen die "Propaganda-Maschine" Fox News

Der nicht gerade für objektiven Journalismus bekannte US-FernsehsenderFox News bekam Besuch. Dort hatte man u.a. Michelle Obama als Barack's "Baby Mama" bezeichnet und eine "Lynching Party" für sie vorgeschlagen. Über 620,000 Menschen haben nun eine Petition gegen diese rassistischen Ausfälle unterzeichnet, die Nas überbracht hat:



Bei Fox wollte man sich nicht mit dem Protest befassen, lehnte die Annahme und jede inhaltliche Auseinandersetzung ab. Man verglich dann lieber die Organisation MoveOn (Partner von ColorOfChange) mit dem KuKluxKlan...
Hier könnt ihr sehen, welche Kampagnen ColorOfChange bereits durchgeführt hat und euch für Newsletter und Updates anmelden: klick

Donnerstag, Juli 10, 2008

Sonntag, Juni 29, 2008

Bahnbrechendes Studienergebnis: Schwarze denken nicht alle gleich

Ach was, da brauchte es offensichtlich eine breit angelegte Studie um festzustellen, dass Afro-Amerikaner nicht alle die gleichen Meinungen und Überzeugungen haben:
A study out Friday provides a nuanced portrait of black Americans' social views, consumer tastes and notions of identity, undermining the idea that most black Americans share a similar world view and life experience.
Wahnsinn, also sind sogar Schwarze Menschen individuell? Haben unterschiedliche Erfahrungswerte, Perspektiven und soziale Grundlagen. Was ist dann wohl mit den Schwarzen Menschen außerhalb der USA? Ob die schon wieder anders denken?
Man lernt nie aus.

Quelle: USA Today via Racialicious

Freitag, April 25, 2008

Museum für afro-amerikanische Geschichte und Kultur

Heute habe ich mal erfreuliche Nachrichten erhalten: In der US-Hauptstadt Washington, DC soll bis 2015 ein erstes umfassendes Museum für afro-amerikanische Geschichte und Kultur, das "National Museum of African American History und Culture", entstehen. Dafür sollen 500 Millionen Dollar aufgebracht werden. Die erste Spende aus der Wirtschaft stammt von Boeing und ist 5 Millionen Dollar wert. (Quelle)

Schon jetzt gibt es eine Website, auf der das Museum bis zur physischen Eröffnung schon virtuell besteht. Dort werden die Fortschritte aufgezeigt und Veranstaltungen wie die Ausstellung "Let your Motto be Resistance" vorgestellt. Außerdem soll oral history dort dokumentiert werden und Afro-Amerikaner können mit ihrer eigenen Familiengeschichte, mit Fotos und Fakten zum Bestand beitragen.
Auch jetzt schon gibt es dort viele Informationen und Lehrmaterialien über die Schwarze US-Geschichte.
Tolles Ding, einfach mal hinschauen und stöbern!

Hier ein Ausschnitt aus der PBS-Doku-Serie "African American Lives 2", in der Literaturprofessor Henry Louis Gates der Familiengeschichte verschiedener Personen auf den Grund geht:


In Deutschland geht es mit der Ausstellung "Homestory Deutschland - Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart" ab dem 15. Mai in Frankfurt weiter:

Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
www.hausamdom-bistumlimburg.de

Vernissage: Do 15. Mai 2008, 19.30 Uhr
mit Tahir Della, Eleonore Wiedenroth-Coulibaly (beide ISD-Bund e.V.) und dem Sänger Chima. Eintritt frei!

Ausstellungsdauer: 15. Mai bis 22. Juni
Öffnungszeiten: Mo – So 11:00 – 16:00 Uhr / an Veranstaltungstagen bis 20:00 oder gerne nach Vereinbarung

Donnerstag, März 27, 2008

Kein Rassismus in den USA? Wie wär's mit diesem Justiz-Beispiel

via colorofchange.org

The so-called "war on drugs" has created a national disaster: 1 in 9 young Black men in America are now behind bars.1 It's not because they commit more crime but largely because of unfair sentencing rules that treat 5 grams of crack cocaine, the kind found in poor Black communities, the same as 500 grams of powder cocaine2, the kind found in White and wealthier communities.

These sentencing laws are destroying communities across the country and have done almost nothing to reduce the level of drug use and crime.

Senator Joe Biden is one of the original creators of these laws and is now trying to fix the problem.3 But some of his colleagues on the Senate Judiciary Committee are standing in the way. Join us in telling them to stand with Joe Biden and undo this disaster once and for all:

http://colorofchange.org/crackpowder

At every step in the criminal justice system, Black people are at a disadvantage -- we are more likely to be arrested, charged, and convicted, but less likely to have access to good legal representation, and get out of prison on parole.4 While there's no denying that the presence of crack has a hugely negative impact in Black communities across the country, it's clear that the overly harsh crack sentencing laws have done more to feed the broken system than improve our communities.

You have to be convicted of moving roughly $500,000 worth of cocaine to trigger a 5-year sentence.5 For crack? About $500 worth.6 These laws punish the lowest-level dealers, while providing a loophole that helps those running the trade escape harsh sentences.

Recently, attention has turned to these ill-conceived policies as prisons burst at the seams with non-violent drug offenders. The U.S. Sentencing Commission, which provides sentencing guidelines for judges, has petitioned Congress numerous times to change the sentencing laws.7 Senator Biden was actually one of the original architects of the disparity, but now he's working to undo the damage with a new bill in Congress (Senate bill 1711). The new law will completely eliminate the sentencing disparity and end the mandatory minimum for crack possession, while increasing funding for drug treatment programs and providing additional resources for investigating and prosecuting major cocaine kingpins.8

But of course, there are foes of this plan. Others want to see the disparity reduced to 20-to-1 or 10-to-1, but not eliminated. As Bill Piper of the Drug Policy Alliance recently said, that "would be like amending the Constitution's three-fifths clause to make African-Americans fourth-fifths citizens or desegregating 60 percent of public establishments instead of all of them."9 Senators on the Judiciary Committee need to hear that there is strong support for a full elimination of the disparity.

We can take this opportunity to join the Sentencing Commission and countless other advocates in calling on Congress to change this unjust law. Please join us:

http://colorofchange.org/crackpowder/

Thank You and Peace,

-- James, Van, Gabriel, Clarissa, Mervyn, Andre, and the rest of the ColorOfChange.org team
March 26th, 2008

References:

1. "1 in 100 U.S. Adults Behind Bars, New Study Says," New York Times, 02-28-08
http://www.nytimes.com/2008/02/28/us/28cnd-prison.html

2. "Crack/Cocaine Sentencing Disparity," Drug Policy Alliance
http://www.drugpolicy.org/drugwar/mandatorymin/crackpowder.cfm

3. "Legislative Proposals for Reform of the Crack/Cocaine Disparity," Drug Policy Alliance, 09-07-07
http://www.drugpolicy.org/library/factsheets/raceandthedr/crack_cocaine.cfm

4. "Annotated Bibliography: Racial Disparities in the Criminal Justice System," Sentencing Project
http://tinyurl.com/297waj

5. "Cocaine Price/Purity Analysis of STRIDE Data," Drug Enforcement Agency
http://www.dea.gov/concern/cocaine_prices_purity.html

6. "Cocaine Addiction," Dual Diagnosis Treatment Center
http://www.dual-diagnosis-treatment-center.com/cocaine-addiction.html

7. "BIDEN Calls for an End to Crack/Powder Cocaine Sentencing Disparity," Biden for Senate, 02-13-08
http://tinyurl.com/2bb959

8. See reference 3.

9. "Congress to Hold Historic Hearing

Mittwoch, März 19, 2008

Obama über Brothers & Sisters Keeper

Nein, die Obamania hat mich noch immer nicht erfasst, aber diese Rede ist es wirklich wert, auch hier in Deutschland gehört zu werden und zum Nachdenken über gesellschaftliche Mechanismen anzuregen.