Feuer frei auf Afro-Amerikaner in New Orleans
Die Petition, in der eine Strafverfolgung gefordert wird, kann man hier unterschreiben: klick
Blog über die Repräsentation Schwarzer Menschen in den Medien, gesellschaftspolitischen Aktivismus und alles, was mit der Afro-Diaspora zu tun hat
Die Petition, in der eine Strafverfolgung gefordert wird, kann man hier unterschreiben: klick
The so-called "war on drugs" has created a national disaster: 1 in 9 young Black men in America are now behind bars.1 It's not because they commit more crime but largely because of unfair sentencing rules that treat 5 grams of crack cocaine, the kind found in poor Black communities, the same as 500 grams of powder cocaine2, the kind found in White and wealthier communities.
These sentencing laws are destroying communities across the country and have done almost nothing to reduce the level of drug use and crime.
Senator Joe Biden is one of the original creators of these laws and is now trying to fix the problem.3 But some of his colleagues on the Senate Judiciary Committee are standing in the way. Join us in telling them to stand with Joe Biden and undo this disaster once and for all:
http://colorofchange.org/crackpowder
At every step in the criminal justice system, Black people are at a disadvantage -- we are more likely to be arrested, charged, and convicted, but less likely to have access to good legal representation, and get out of prison on parole.4 While there's no denying that the presence of crack has a hugely negative impact in Black communities across the country, it's clear that the overly harsh crack sentencing laws have done more to feed the broken system than improve our communities.
You have to be convicted of moving roughly $500,000 worth of cocaine to trigger a 5-year sentence.5 For crack? About $500 worth.6 These laws punish the lowest-level dealers, while providing a loophole that helps those running the trade escape harsh sentences.
Recently, attention has turned to these ill-conceived policies as prisons burst at the seams with non-violent drug offenders. The U.S. Sentencing Commission, which provides sentencing guidelines for judges, has petitioned Congress numerous times to change the sentencing laws.7 Senator Biden was actually one of the original architects of the disparity, but now he's working to undo the damage with a new bill in Congress (Senate bill 1711). The new law will completely eliminate the sentencing disparity and end the mandatory minimum for crack possession, while increasing funding for drug treatment programs and providing additional resources for investigating and prosecuting major cocaine kingpins.8
But of course, there are foes of this plan. Others want to see the disparity reduced to 20-to-1 or 10-to-1, but not eliminated. As Bill Piper of the Drug Policy Alliance recently said, that "would be like amending the Constitution's three-fifths clause to make African-Americans fourth-fifths citizens or desegregating 60 percent of public establishments instead of all of them."9 Senators on the Judiciary Committee need to hear that there is strong support for a full elimination of the disparity.
We can take this opportunity to join the Sentencing Commission and countless other advocates in calling on Congress to change this unjust law. Please join us:
http://colorofchange.org/crackpowder/
Thank You and Peace,
-- James, Van, Gabriel, Clarissa, Mervyn, Andre, and the rest of the ColorOfChange.org team
March 26th, 2008References:
1. "1 in 100 U.S. Adults Behind Bars, New Study Says," New York Times, 02-28-08
http://www.nytimes.com/2008/02/28/us/28cnd-prison.html2. "Crack/Cocaine Sentencing Disparity," Drug Policy Alliance
http://www.drugpolicy.org/drugwar/mandatorymin/crackpowder.cfm3. "Legislative Proposals for Reform of the Crack/Cocaine Disparity," Drug Policy Alliance, 09-07-07
http://www.drugpolicy.org/library/factsheets/raceandthedr/crack_cocaine.cfm4. "Annotated Bibliography: Racial Disparities in the Criminal Justice System," Sentencing Project
http://tinyurl.com/297waj5. "Cocaine Price/Purity Analysis of STRIDE Data," Drug Enforcement Agency
http://www.dea.gov/concern/cocaine_prices_purity.html6. "Cocaine Addiction," Dual Diagnosis Treatment Center
http://www.dual-diagnosis-treatment-center.com/cocaine-addiction.html7. "BIDEN Calls for an End to Crack/Powder Cocaine Sentencing Disparity," Biden for Senate, 02-13-08
http://tinyurl.com/2bb9598. See reference 3.
9. "Congress to Hold Historic Hearing
Wanna B Tight? - Then you better get it right!
![]()
Exemplarisch lässt sich diese Gesamtproblematik an der jüngsten Veröffentlichung aus dem Hause Aggro-Berlin/Groove Attack illustrieren: das Album „Neger Neger“ des afrodeutschen Rappers B-Tight (aka Bobby Dick). Seit der Veröffentlichung des Albums kleben überall in deutschen Großstädten Werbe-Sticker mit der Aufschrift „Neger Neger“ – offensichtlich wenig kreative Auswüchse einer Werbekampagne, die Aufmerksamkeit erregen will und dabei keine Grenzen kennt.
Sowohl der Albumtitel als auch die Liedtexte (Bsp.: „Wer rammt immer noch sein Penis in dein Loch, sag mir wer ist immer straff? Der Neger Neger!“) und die Werbekampagne sind nicht hinnehmbar. Das Wort „Neger“ (in Folge N-Wort genannt) ist eine rassistische Beleidigung. Wir lehnen die Verwendung des N-Wortes, egal ob als Fremd- oder Selbstbezeichnung, ab – genauso wie jegliches sadistisch-sexistisches Vokabular.
Das N-Wort steht für die Herabwürdigung und Entmenschlichung Schwarzer Menschen. Dies zeigt sich sowohl in der deutschen Geschichte (Sklaverei, Kolonialismus, Genozid, Zwangssterilisierung, Ermordung in Konzentrationslagern) als auch in der deutschen Gegenwart. So sangen die faschistischen Mörder von Alberto Adriano das kolonialrassistische deutsche Kinderlied „Zehn kleine Negerlein“, während sie den mehrfachen Familienvater feige und brutal zu Tode traten. Zudem bedient sich die rechtsextreme Polit-Szene allzu gerne des N-Wortes, wie die jüngsten Aussagen über „arrogante Wohlstandsneger“ des NPD-Fraktionschefs, Holger Apfel, im Sächsischen Landtag zeigen.
Die Auswirkungen rassistischer und sexistischer Gewalt durch Sprache dürfen nicht unterschätzt werden, ihre Verbreitung über Tonträger und Medien lässt sich nicht durch die viel zitierte künstlerische Freiheit rechtfertigen. Es geht hier nicht um formelhafte Political Correctness, sondern um R-E-S-P-E-K-T und um Verantwortung. B-Tight repräsentiert in keiner Weise die Schwarze Community in Deutschland, sondern allein seine eigenen gewinnmaximierenden Interessen und die seines Labels Aggro Berlin. Seine Sprachwahl und Herkunft können und dürfen nicht herangezogen werden, um rassistische Begriffe zu legitimieren. Der Umgang mit Sprache reflektiert und kreiert natürlich das zwischenmenschlichen Klima innerhalb einer Gesellschaft und leistet der nach wie vor ausgeprägten verbalen und physischen Gewaltbereitschaft gegenüber Schwarzen Menschen in Deutschland Vorschub. Schon jetzt singen Jugendliche öffentlich – da sie weder von politischer, pädagogischer oder medialer Seite ausreichend Orientierungshilfen erhalten - Auszüge aus B-Tights Liedern und skandieren den Refrain. Letztlich führt die klischeehafte Selbstdarstellung B-Tights als sexbessener, perverser und hyperpotenter Schwarzer Vergewaltiger und Aufreißer zu einem ungehinderten Konsum frauenfeindlicher und vermeintlich „authentisch Schwarzer“ phallischer Phantasien. Rassismus und Sexismus werden so zur Ware für ein junges Publikum gemacht, das auch für die Bestätigung entsprechender Vorurteile zahlt.
Daher fordern wir:
- von dem Label Aggro Berlin ein Ende der Produktion und Vermarktung rassistischer und sexistischer Images und Inhalte sowie die sofortige Beendigung der Streetmarketing Kampagne zu "Neger Neger" und das Einstampfen noch vorhandener Sticker
- von dem Vertrieb Groove Attack die Einstellung des Vertriebs des B-Tight Albums "Neger Neger"
- von den Musiksendern einen Rotationsstop rassistisch und sexistisch motivierter Videoclips und von Magazinen, Zeitungen und Fanzines das Ende unreflektierter Berichterstattung und ungehemmten Profitschlagens aus Anzeigen, die mit der Beleidigung Schwarzer Menschen und der Herabwürdigung von Frauen werben
- ein Ende des Schweigens in der deutschen HipHop Community und der Musikindustrie, in der das Eintreten für Respekt und gegen Rassismus selbstverständlich sein sollte
Labels: petition
- "Nur ein dummer Spruch, kein Rassismus": eines der vielen Beispiele dafür, wie rassistische Verhaltensweisen und Aussprüche auch vor Gericht relativiert werden und der Fokus ganz schnell auf dem Täter und seinen Beweggründen liegt, während der Adressat und dessen Gefühle nicht weiter von Belang sind.
- "Rassismus nimmt neue Formen an": Zum Tag gegen Rassismus (21.03.) tatsächlich ein guter Artikel, der Dinge, die wir permanent sagen, tatsächlich klar und kritisch anspricht. Ja, es gibt Rassismus in Deutschland, ja, er wird tabuisiert und dadurch verfestigt, ja, in Deutschland verweigert man sich einer Auseinandersetzung und der Erstellung eines Aktionsplanes und nein, Fremdenfeindlichkeit, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sind nicht das gleiche! ja, Möglichkeiten des Empowerments für Menschen, die Opfer von Rassismus werden, müssen geschaffen werden. Danke!
- "Black Immigrants collect most college degrees": In den USA wurden Asian-Americans in den letzten Jahren als "Model Minority" betrachtet, weil prozentual so viele von ihnen u.a. akademische Abschlüsse erwerben. Nun hat eine "Gruppe " alle anderen (inklusive der weißen) eingeholt: Immigranten vom afrikanischen Kontinent!
- FOX ATTACKKKS: Initiative, die sich gegen die einseitige - oder nennen wir das Kind mal beim Namen - rassistische Berichterstattung bei Fox News gegenüber Schwarzen und explizit gegen Barack Obama wendet. Mit Petition auf der Seite. Hingehen!
Hier einer der Clips, mit dem sie versuchen, auf die Mechanismen aufmerksam zu machen:
Kann leider nur noch bis zum 28.12. unterzeichnet werden. Also schnell hin, unterschreiben und/oder im zugehörigen Forum diskutieren.
Und, besser spät als nie, hier mein nachträglicher Weihnachts- bzw. aktueller Kwanzaa-Gruß: Victory-Dance