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Samstag, November 15, 2008

Berlin: Veranstaltung zu rassistischer Spendenwerbung

Fw:
Mittwoch, 19. November 2008, 18.30 Uhr
HU, Institut für Asien-Afrika-Wissenschaften
Invalidenstraße 118, Raum 315

EZ = EuroZentrismus?!"
Eine Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit EntwicklungsZusammenarbeit

Vortrag
White Charity - Strategien und Wirkungen von Spendenwerbung in der EntwicklungsZusammenarbeit.

Werbeplakate für Spenden von Hilfsorganisationen wie Brot für die Welt, Care International, Welthungerhilfe etc. sind im öffentlichen Raum in Deutschland omnipräsent.
Der Vortrag von Timo Kiesel setzt sich mit diesen Plakaten auseinander, die das unsichtbarste Zeichen für Entwicklungszusammenarbeit in der Öffentlichkeit darstellen. Untersucht werden an Hand dieser Strategien und Wirkungen von Spendenwerbung. Obwohl in den letzten Jahren ein Umdenken statt gefunden hat und die Organisationen sich verpflichtet haben, Menschen in ihrer Würde und als Subjekte ihres eigenen Handelns zu zeigen, greifen die Werbeabteilungen der NROs noch immer auf historisch verfestigte Stereotype zurück. Auf diese Wiese werden koloniale und rassistische Denkmuster weiterhin reproduziert. Timo Kiesel verfolgt die darin verwendeten Stereotypen über Schwarze Menschen und People of Color und diskutiert welches weiße Selbstbild hinter der Spendenwerbung und den Plakaten steht.

Die Veranstaltungsreihe richtet sich sowohl an Menschen, die im entwicklungspolitischen Bereich aktiv sind, als auch an eine interessierte Öffentlichkeit. Die Veranstaltungsreihe soll zur
Reflexion und Hinterfragung eigener Bilder, Motivationen und Herangehensweisen beitragen und bietet gleichzeitig Raum für eine Auseinandersetzung mit gängigen und als wahr erachteten Positionen und Informationen der EntwicklungsZusammenarbeit.
In den Sitzungen soll explizit auf die deutsche Kolonialzeit, koloniale Kontinuitäten, die Bedeutung von Weißsein in der EntwicklungsZusammenarbeit, rassistische Spendenwerbungen in der EZ sowie die Fallen und Chancen interkultureller Arbeit eingegangen werden. Zudem wird EntwicklungsZusammenarbeit aus Nord- und Südperspektive diskutiert werden.

Freitag, August 01, 2008

Protest gegen platt rassistischen Werbespot

via derbraunemob blog

Bitte wendet euren Protest zahlreich an die im Folgendem aufgeführten Personen/Stellen:

Hier ist der Spot von ATU (auf TV-Spot klicken)

Hier der Brief von der braune mob e.V. mediawatch an ATU, zum Download

Wer mit dieser Werbung nicht einverstanden ist, sollte dies auch kundtun, damit die Unternehmen nicht denken, sie handelten im Namen aller potentiellen KundInnen.

Verantwortliche bei der Werbeagentur Heye & Partner:
Markus Goetze: Geschäftsführer Beratung
Jan Okusluk: Creative Director
Martin Winter: Management Supervisor

Der Clip stammt von Heye / München
Linrupstraße 16
80335 München
Tel.: +49 89 665321900
Fax: +49 89 665321910
info@heye.de

Verantwortliche bei A.T.U Auto-Teile-Unger Handels GmbH & Co. KG sind:

Dr. Dietmar Geppert: Leiter Marketing und Direkt Sales
Hueseyin Dereli: Leiter Kommunikation
Ulla Kraus: Leiter Kommunikation
Ralf Schalkhaußer: Leiter Media

Tel.: +49 800 50 35 470
Fax: +49 961 – 306 5929
Beschwerdemanagement@cc.atu.eu

Kontakt zum Regisseur:
Tel. +49-(0)40- 43 21 61 12
stertz@funke-stertz.de

Montag, August 27, 2007

Forderungskatalog für faire UNICEF-Werbung

via derbraunemob

Liebe Freunde,

Wir sind uns einig: Die UNICEF Kampagne “Schulen für Afrika”, in der weiße Kinder mit Schmutz/Make-Up/Schuhcreme beschmiert wurden, um “Kinder in Afrika” darzustellen, hätte nicht passieren dürfen. Was tut UNICEF nun im einzelnen, um dies wieder gut zu machen?

Wir haben einen Forderungskatalog erstellt, der der Öffentlichkeit demonstrieren kann, dass es nicht das “Recht” deutscher Organisationen ist, Menschen nach Belieben auch herabsetzend darzustellen. Auch können zukünftige ähnliche Fehltritte vermieden werden, wenn unseren Forderungen nachgekommen wird.

Um diesem Anliegen Gehör zu verschaffen, haben wir eine Pressemeldung veröffentlicht, und diese Forderungen an UNICEF geschickt.

Sie können diese Forderungen unterstützen indem Sie an UNICEF schreiben und das Kommittee der United nations (”it’s your world”), denen UNICEF untersteht.

schulen@unicef.de,

information@unicefusa.org

3rdcommittee@un.org

Dafür können Sie gerne unseren Brief verwenden. Bitte senden Sie freundlicherweise eine Kopie an info@derbraunemob.de damit wir einen Überblick über den Umfang der Proteste bekommen.

(diese Erklärung finden Sie in englischer Sprache auf der Seite)

Mit freundlichen Grüßen,

info@
derbraunemob.de

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Frau Heide Simonis, Alexandra-Friederike Prinzessin zu Schoenaich-Carolath, und UNICEF-Mitarbeiter,

In der UNICEF Kampagne “Schulen für Afrika” wurden Weiße Kinder mit Schmutz/Make-Up/Schuhcreme beschmiert, um “Kinder in Afrika” darzustellen. Sicher sind Sie mit uns einer Meinung, dass dies nicht hätte passieren dürfen. Auch UNICEF-MitarbeiterInnen, zahlreiche Bürgerrechts-Organisationen sowie protestierende Zivilpersonen aus vielen Ländern haben dies erkannt und ihrem Protest bereits Ausdruck verliehen.

Da aus einem Antwortbrief von UNICEF Deutschland leider ersichtlich ist, dass dort in der Tat noch nicht eingesehen wird, weshalb diese Kampagne die Würde sehr vieler Menschen verletzt, ist die Situation weiterhin unbefriedigend: die Anzeigen waren ganzseitig in Tageszeitungen veröffentlicht worden, und damit wurden pauschale Klischees sowie rassistische Bilder der deutschen Öffentlichkeit als akzeptabel und humanitär präsentiert.

Was tut UNICEF nun im einzelnen, um dies wieder gut zu machen?

Da UNICEF eine Organisation der UN ist, hat der “Fall” durchaus politische Tragweite: in wieweit darf eine UN-Organisation Menschen herabwürdigen und als unterlegen/irrelevant betrachten und behandeln, ohne dass dies Folgen für die Organisation selbst hat? Zahlreiche Menschen haben protestiert.

Wir fordern daher

- die Schaltung von Anzeigen in Größe und Umfang der original-Anzeigen, in denselben Zeitungen (Gegendarstellung), die darüber informieren, dass die vermittelten Bilder falsch und schädlich waren, im Wortlaut wie unten

- ein edukatives Treffen der Vorsitzenden der UNICEF-Diversity Abteilungen zumindest der USA und England mit den für diese Kampagne Verantwortlichen deutschen UNICEF-MitarbeiterInnen

- das künftige INSTITUTIONELLE Einbeziehen von ausgebildeten Diversity- und Antidiskriminierungs-Sachverständigen sowie VertreterInnen derjenigen Gruppe, der geholfen/gespendet werden soll, in alle Werbekampagnen von UNICEF Deutschland

- Nachricht darüber, wann und wie unseren Forderungen nachgegangen wurde.

Da Sie ja ausschließlich humanitäre Ziele haben, sind Sie mit uns sicher einer Meinung, dass eine solches Handeln durchweg positiv betrachtet werden wird, und dem erreichen Ihrer Ziele -gleichen Chancen für ALLE Kinder- förderlich ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Vorstand der braune mob e.V.
media-watch - schwarze deutsche in medien und öffentlichkeit
i.A.
Noah Sow
Jean-Alexander Ntivyihabwa
Patricia Eckermann

Cc:

Division for Social Policy and Development
Department of Economic and Social Affairs,
United Nations, DC2-1320,
New York, NY 10017, USA
Fax: 1 212 963 3062

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Textvorschlag für die geforderte Gegendarstellung:

öffentliche Entschuldigung

UNICEF Deutschland veröffentlichte kürzlich eine Anzeigenkampagne namens “Schulen für Afrika”. Das Ziel dieser Kampagne war es, darauf aufmerksam zu machen, dass es in einigen afrikanischen Ländern leider noch immer Kinder gibt, die keinen Zugang zu elementarer Schulbildung haben.

Trotz unserer aufrichtig guten Absichten, auf die Notlage dieser Kinder aufmerksam zu machen, war unsere Kampagne falsch konzipiert, da sie verschiedene schädigende und negative Klischeevorstellungen bestätigte, die wir von Afrika haben.

In einer Reihe von vier Bildern wurde jeweils ein Weißes deutsches Kind abgebildet, dessen Gesicht braun beschmiert war, neben Statements, die pauschale Verallgemeinerungen über die fehlende Bildung “afrikanischer” Kinder transportierten.

Durch nachträgliche Einsicht erkennen wir heute, dass es eine schwere Fehlentscheidung war, die Gesichter der Kinder anzumalen um “Afrikaner” darzustellen. Schwarz zu sein ist weder “schmutzig” noch sollte es mit “Make-Up” verglichen werden.

Wir entschuldigen uns vorbehaltlos für den herabsetzenden Charakter dieser Kampagne.

Sonntag, März 11, 2007

Not only for Black People: Beauty Standards



Dove/Unilever geben sich mit ihrer "Initiative für wahre Schönheit" große Mühe, um gegen falsche Body-Images und Schönheits-Standards vorzugehen. Nicht jeder nimmt ihnen die guten Absichten ab:

"I clearly underestimated the widespread female desire to see nonemaciated women in ads for beauty products. These Dove ads feel so refreshing on that score that I understand why women might want to cast a vote (with their dollars) for the products behind them.

I still can't shake the feeling, though, that this reasonable impulse is a bit misguided. Dove's appeal to righteous sisterhood is just another flavor of marketing. And it's not particularly grounded in reality. Are we meant to believe that Unilever, the company that makes Dove, is a force for good? How to reconcile this notion with the ads for another Unilever product, Axe body spray, in which nearly every woman shown is a skinny, fashion-model-gorgeous nymphomaniac? (And by the way, Unilever also offers Slimfast, in case you're not quite as happy with your body as the Dove girls are.)

There's a reason advertising in the beauty industry is almost always aspirational (Oh, if I buy this, I'll look more like the stunningly beautiful woman in the ad?). I would love to think that, with the help of these Dove spots, women will forget all about society's unfair beauty standards and simply aspire to feel good about themselves. That would be wonderful. But I find it hard to believe that Dove has actually reversed a lot of powerful instincts that are deeply rooted in the human psyche. Down the line a little—when the buzz has faded from Dove's social statement as sales pitch—I think we'll begin to see some skinnier, hotter women slipping into their advertising."


Was denkt ihr?