Dienstag, März 13, 2007

NYOIL über Bitches und Hoes



Eine Liebeserklärung von NYOIL, von dem das sehr kontrovers diskutierte Video "Yall should all get lynched!" stammt, das ich letztes Jahr hier gepostet habe. Auch in diesem Video geht es um die Hip Hop-Kultur (die US-amerikanische und alle, die diese zum Vorbild haben) und darum wie Frauen - Sistas - sowohl innerhalb dieser Kultur als auch der gesamten Gesellschaft dargestellt und behandelt werden. Er benutzt dazu neben historischen Bildern auch Ausschnitte aus dem Video "A Girl Like Me", in dem es um das Eigenbild von Schwarzen Mädchen geht. Was haltet ihr davon?

Sonntag, März 11, 2007

Not only for Black People: Beauty Standards



Dove/Unilever geben sich mit ihrer "Initiative für wahre Schönheit" große Mühe, um gegen falsche Body-Images und Schönheits-Standards vorzugehen. Nicht jeder nimmt ihnen die guten Absichten ab:

"I clearly underestimated the widespread female desire to see nonemaciated women in ads for beauty products. These Dove ads feel so refreshing on that score that I understand why women might want to cast a vote (with their dollars) for the products behind them.

I still can't shake the feeling, though, that this reasonable impulse is a bit misguided. Dove's appeal to righteous sisterhood is just another flavor of marketing. And it's not particularly grounded in reality. Are we meant to believe that Unilever, the company that makes Dove, is a force for good? How to reconcile this notion with the ads for another Unilever product, Axe body spray, in which nearly every woman shown is a skinny, fashion-model-gorgeous nymphomaniac? (And by the way, Unilever also offers Slimfast, in case you're not quite as happy with your body as the Dove girls are.)

There's a reason advertising in the beauty industry is almost always aspirational (Oh, if I buy this, I'll look more like the stunningly beautiful woman in the ad?). I would love to think that, with the help of these Dove spots, women will forget all about society's unfair beauty standards and simply aspire to feel good about themselves. That would be wonderful. But I find it hard to believe that Dove has actually reversed a lot of powerful instincts that are deeply rooted in the human psyche. Down the line a little—when the buzz has faded from Dove's social statement as sales pitch—I think we'll begin to see some skinnier, hotter women slipping into their advertising."


Was denkt ihr?

Freitag, März 09, 2007

Are we that different?

Reminder: Die letzten BHM-Termine!

Filmvorführung   09. März,  21.00 Uhr,  Kulturhaus 73,   Eintritt 3,- €

Frantz Fanon - Black Skin, White Mask, (1996), 70 min.
Buch und Regie: Isaac Julien

Eingangsvortrag zur Filmvorführung von

Philipp Dorestal, Freier Journalist

Info zum Film

Frantz Fanon (1924 -1961) war einer der bedeutendsten schwarzen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. In seinen Schriften thematisiert Fanon insbesondere die Formen wechselseitiger psychologischer Abhängigkeiten zwischen Kolonisierten und Kolonisatoren unter besonderer Berücksichtigung der Bedingungen in den französischen Kolonien. Fanon sondiert die Problematik der ambivalenten Identifikationsmechanismen, welche die rassistischen kolonialen und postkolonialen Gesellschaften ihren Subjekten nicht nur durch Gewalt, Feindseligkeit und Aggression, sondern auch über sexuelles Begehren und dem Verlangen nach dem Anderen vermitteln.
Der Film "Frantz Fanon: Black Skin, White Mask", ist ein 70-minütiger, als Drama angelegter Dokumentarfilm über Fanons Leben und Werk aus dem Jahr 1995 nach einem Drehbuch von Isaac Julien und Mark Nash. Der Film beinhaltet Archivmaterial und Interviews mit Zeitzeugen, die eine wichtige Rolle in Fanons Leben und Forschung spielten, sowie visuelle Rekonstruktionen.

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Oneness Celebration 10. März , 22.00 Uhr , Mandarin Kasino , 10,- €

Künstler

Ade Bantu - Afrobeat
Nneka - Afro Hip Hop Soul
Rough House - Reggae
Ernest Clinton - Soul
Lebogang - Southafrican music
Kaylo - Soul, Pop, Rock
Roly Richardson - Salsa, Merengue, Bachata

Die Abschlussveranstaltung des Hamburger BLACK HISTORY MONTH 2007 findet am 10. März im Mandarin Kasino statt und trägt den Titel ONENESS CELEBRATION.
Die aus schwarzer Kultur entsprungenen Musikrichtungen und Rhytmen sind so zahlreich, daß sie kaum an einem Abend dargeboten werden können.
Dennoch tritt an diesem Abend eine Auswahl der besten hierzulande lebenden schwarzen Künstler und Künstlerinnen auf und repräsentiert mit ihrem jeweiligen Stil die Vielfältigkeit und das internationale Niveau der schwarzen Musikszene Deutschlands.

Neben bekannten Namen wie Brothers Keepers Aktivist ADE BANTU, der zur Zeit im Kino in dem afrodeutschen Film " Yes I am " zu sehen ist, und der ebenfalls aus Nigeria stammenden Sängerin NNEKA ist auch ERNEST CLINTON, der Sänger der 70-er Jahre Band Soulful Dynamics mit dabei.
Der jamaikanische Reggaemusiker ROUGH HOUSE hat in diesen Tagen sein innovatives Debutalbum auf den Markt gebracht, in dem er Reggae mit Rock mischt und die südafrikanische Songschreiberin LEBOGANG bietet mit ihren Pop - Reggae - Soul - Rock beeinflussten und doch traditionellen Liedern eine fesselnde Show mit packenden Tanzelementen. Der Hamburger Sänger KAYLO von der Vokalgruppe " Vibe " stellt an diesem Tag einige seiner neuen Solo Tracks vor. ROLY RICHARDSON singt mit viel Energie die Musik die in seiner Heimat der Dominikanischen Republik populär ist - Salsa, Merengue und Bachata.
Alles in Allem wird es im Saal kaum Gelegenheit geben sich auszuruhen , dazu müsste man schon in den Loungebereich wechseln, wo man sich mit kleinen leckeren kulinarischen Spezialitäten der "schwarzen Küche" stärken kann.

Donnerstag, März 08, 2007

Was der SPIEGEL über Afrikaner denkt

Ohne weitere Worte, der Anfang eines Artikels von Marco Evers, der ein Lehrstück über koloniale und rassistische Vorstellungen von Afrika(nern) ist:

"Flüche lasten zuhauf auf Afrika: Hunger, Armut, Krieg, Korruption, Seuchen und Dürren. Und an der Spitze afrikanischer Staaten toben sich nicht selten clowneske Tyrannen aus - immer irrlichternd zwischen Irrsinn und Größenwahn, immer vollkommen inkompetent.

Unvergessen ist Jean Bédel Bokassa von der Zentralafrikanischen Republik. Der hielt sich für den 13. Apostel Christi, krönte sich selbst zum Kaiser und steht im Ruf, bisweilen Menschenfleisch gespeist zu haben. Im Kongo baute der Kleptokrat Mobutu Sese Seko mitten im Regenwald eine Landebahn für seine gecharterten Concordes."

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Teil 1

Während ich mich gerade mit einer Menge Menschen herumschlage, die mir eine in ihren Augen perfekte private Krankenversicherung andrehen wollen, höre ich so Einiges an mehr oder weniger sinnvollen Argumentationssträngen. Mit folgender Aussage wollte mich zum Beispiel eine Dame davon überzeugen, dass die freie Arzt- und Krankenhauswahl unabdinglich ist:

"...sonst werden Sie von dem nächsten verfügbaren Arzt behandelt, ob das nun der Assistenz-Arzt aus Kamerun ist, der gerade fertig ist, oder ..."

Schon klar, ein kamerunischer Arzt ist im Falle eines Unfalles auch das Schlimmste, was passieren könnte. Da zahl ich doch gerne extra für einen weißen Arzt und die Möglichkeit, eine rassistische Ärzte-Auswahl zu treffen. Ohne jede Absicht bin ich an eine Frau geraten, die aus meinem Namen nicht auf meine Zugehörigkeit zur afrikanischen Diaspora geschlossen hat (wie auch - der Name stammt ja von den weißen Besitzern meiner Vorfahren!) und einfach drauflos geplappert hat, wie sie dies wohl mit jeder x-beliebigen weißen Person am Telefon machen würde.

Der Schwarze Mann als solches eignet sich ja in den unterschiedlichsten Situationen als Drohpotential und größtes anzunehmendes Unglück. So konnte auch bei der Androhung von Folter, um die es im Daschner-Prozess ging, Polizisten nicht darauf verzichten, Schwarze Männer als Drohung einzusetzen:

"Dieser sexuelle Aspekt wurde besonders deutlich bei Daschner. Zwei große N*** [Änderung von VBR] sollten den Entführer in der Zelle vergewaltigen. Diese Drohung lebt vom Rassismus und von Antihomosexualität. Sie unterstellt, dass Männer dunkler Hauptfarbe auf Befehl weißer Polizeiherren Gefangene vergewaltigen, sie unterstellt unterschwellig, dass Sex zwischen Männern Gewalt bedeutet, und propagiert die Verletzung sexueller Selbstbestimmung. Dieser Teil der Daschnerschen Drohungen wurde von der Linken übrigens weniger heftig kritisiert, als die übrigen schmutzigen Drohungen gegen den Entführer." LUST

Nachzulesen z.B. auch im Spiegel oder auch bei folterstaat.de

Im Westen nichts Neues, also und der Schwarze Mann kommt immer da als Bild ins Spiel, wo man sich davor fürchten soll, dass etwas ganz Schlimmes passiert. Die Verknüpfung mit Gewalt, Sexualiät und Primitivität ist offensichtlich und beabsichtigt.

"Und wenn er aber kommt? - Dann laufen wir davon!" So scheint das System ganz erfolgreich zu funktionieren...

Montag, März 05, 2007

Quote of the Day!

Pride

Let all who will
Eat quietly the bread of shame.
I cannot,
Without complaining loud and long,
Tasting its bitterness in my throat,
And feeling to my very soul
It's wrong.
For honest work
You proffer me poor pay,
For honest dreams
Your spit is in my face,
And so my fist is clenched-
Today-
To strike your face.


Langston Hughes, 1938, aus "A New Song" - gewidmet an Gerhard Fuchs, für den das Schimmelmann-Debakel auch nach seiner Beförderung nicht zu Ende ist!