Donnerstag, Juni 28, 2007

Was ich mich schon immer gefragt hab / MDR

Bei dem ein oder anderen öffentlich-rechtlichen Sender (bzw. einer Landesrundfunkanstalt der ARD) scheint man davon auszugehen, dass Deutschland noch nicht oder nicht mehr vollständig ist und im Osten nicht mit dem Osten, sondern mit "der Mitte Deutschlands" endet. Oder warum heißt die ostdeutsche Sendeanstalt MDR = Mitteldeutscher Rundfunk?

Laut Wikipedia wird der Begriff "Mitteldeutschland" u.a. im folgenden Kontext genutzt:
In nationalkonservativen und rechtsextremen Kreisen sowie von deutschen Vertriebenenverbänden wird „Mitteldeutschland“ häufig benutzt, um die Ansicht oder rechtliche Überzeugung auszudrücken, dass auch die inzwischen zu Polen und Russland gehörenden Gebiete des ehemaligen Deutschen Reichs weiterhin zu Deutschland gehören.
Hat jemand dazu sinnvolle Erklärungsversuche ("der MDR nannte sich auch "mitteldeutsch", bevor er 1934 zum "Reichssender Leipzig" wurde", gilt nicht...)?

Kommentare:

Rodrigo hat gesagt…

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jeanluc hat gesagt…

Ich kann mir vorstellen, daß die in der DDR-Abwicklung, sich auf die Wurzeln der Sendeanstalt besannen, und das fortführen wollten. - Vielleicht weil Ostdeutscher Rundfunk vom ORB besetzt ist. - Wenn man "Mitte" auf der Süd-Nord-Achse anschaut, ists weniger falsch, als mit Ost-West-Betrachtung. - Ich bin als Kind im Sendebereich aufgewachsen, bei uns zuhause wurde KEIN DDR-Radio gehört.

Georg hat gesagt…

Der Begriff Mitteldeutschland erinnert heute an die Tatsache, dass Deutschland einst größer war als die heutige BRD.
Man kann sich dem Begriff von zwei verschiedenen Denkansätzen nähern:
Man kann der Meinung sein, dass Deutschland seine Teilung und den Verlust seiner ehemaligen Ostgebiete verdient habe, immerhin ging der schrecklichste Krieg der Menschheitsgeschichte 1939 von Deutschland aus. Daraus kann man dann folgern dass die heutige Grenzziehung völlig legitim sei, getreu dem Motto "Vae victis".
Man kann andererseits der Meinung sein, dass ein Unrecht nicht durch ein anderes aufgewogen werden kann, und die millionenfache Vertreibung der Bewohner der deutschen Ostgebiete ebenfalls ein Unrecht darstellt.
Welchen Denkansatz man wählt bleibt jedem selbst überlassen.
Die Vertreter der Vertriebenenverbände allerdings mit irgendwelchen rechtsradikalen Wirrköpfen, für die Deutschland irgendwo knapp vor Moskau endet, in einen Topf zu werfen finde ich höchst unfair. Aber ich war auch noch nie ein besonderer Fan von Wikipedia.