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Freitag, August 01, 2008

Protest gegen platt rassistischen Werbespot

via derbraunemob blog

Bitte wendet euren Protest zahlreich an die im Folgendem aufgeführten Personen/Stellen:

Hier ist der Spot von ATU (auf TV-Spot klicken)

Hier der Brief von der braune mob e.V. mediawatch an ATU, zum Download

Wer mit dieser Werbung nicht einverstanden ist, sollte dies auch kundtun, damit die Unternehmen nicht denken, sie handelten im Namen aller potentiellen KundInnen.

Verantwortliche bei der Werbeagentur Heye & Partner:
Markus Goetze: Geschäftsführer Beratung
Jan Okusluk: Creative Director
Martin Winter: Management Supervisor

Der Clip stammt von Heye / München
Linrupstraße 16
80335 München
Tel.: +49 89 665321900
Fax: +49 89 665321910
info@heye.de

Verantwortliche bei A.T.U Auto-Teile-Unger Handels GmbH & Co. KG sind:

Dr. Dietmar Geppert: Leiter Marketing und Direkt Sales
Hueseyin Dereli: Leiter Kommunikation
Ulla Kraus: Leiter Kommunikation
Ralf Schalkhaußer: Leiter Media

Tel.: +49 800 50 35 470
Fax: +49 961 – 306 5929
Beschwerdemanagement@cc.atu.eu

Kontakt zum Regisseur:
Tel. +49-(0)40- 43 21 61 12
stertz@funke-stertz.de

Donnerstag, Mai 01, 2008

Na also, es geht doch!

Manchmal lässt sich die Wirtschaft also doch von guten Argumenten überzeugen:

Dr. Oetker hatte sowohl in einem Buch als auch im Internet ein Rezept unter dem Namen “Negerbrot” aufgeführt. Auf Aufforderung der ISD wird das Rezept nun umbenannt; in “Knabberschnitten”.

Zitat Dr. Oetker Rezeptdienst Österreich:

“…Wir werden den Rezeptnamen natürlich auch bei der Neuauflage unseres Buches ändern.”

via Blog von der braune mob e.V.

Danke an die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland für Ihren Einsatz und für ein Beispiel dafür, dass es so einfach sein kann, mit rassistischen Traditionen zu brechen und eine Lösung zu finden, die niemanden herabsetzt. Schade, dass sich so viele andere noch immer so schwer tun!

Sonntag, Februar 17, 2008

DVU im Hamburger CCH - Was passiert mit den Mieteinnahmen?

...fragt sich das Antifa-Bündnis und stellt folgende Forderung:
Am morgigen Sonntag will die rechtsextreme DVU im Congress-Centrum Hamburg (CCH) mit einer Großveranstaltung die Trommel im Wahlkampf rühren. Die braune Partei natte sich den Veranstaltungssaal im Zentrum der Hansestadt vor Gericht erstritten. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts fordert nun das CCH-Management auf, die Mieteinnahmen aus der unerwünschten Show an jüdische Einrichtungen wie die Stiftung Jüdisches Leben zu spenden.

In dem Schreiben des Bündnisses heisst es: "Sicherlich ist Ihnen nicht die bundesweite Diskussion im Gaststätten- und Hotelgewerbe verborgen geblieben, die sich damit beschäftigt, wie antifaschistisches Engagement auch im Hotelgewerbe umgesetzt werden kann. Das Ergebnis ist aus unserer Sicht erfreulich. Bundesweit verweigern immer mehr Hotels neofaschistischen Parteien und Organisationen ihre Räume, um deren rassistische und antisemitische Ideologie nicht zu unterstützen. Vorreiter war hier das Holiday Inn in Dresden, deren öffentlicher Brief an die NPD Ihnen bekannt sein dürfte. Aber auch Hamburger Hotelgewerbe hat mittlerweile eindeutig Stellung bezogen. So hat das Atlantic-Hotel der DVU eine klare Absage erteilt, das Grand Elysee ging sogar noch einen Schritt weiter und kündigte öffentlich an, dass das Elysee die Einnahmen einer eventuellen Vermietung an die DVU der Stiftung Jüdischen Lebens zur Verfügung stellen wird.
Wir gehen davon aus, dass es nicht in Ihrem Interesse und auch nicht im Interesse der Hamburg Messe ist, Neofaschisten Räume zur Verfügung zu stellen. Hinter der bürgerlichen Fassade der DVU stecken eindeutig neofaschistische Ziele. Die DVU ist rassistisch und hetzt gegen Migranten und Migrantinnen. Die DVU ist geschichtsrevisionistisch, leugnet die deutsche Kriegsschuld und deutsche Kriegsverbrechen. Die DVU ist antisemitisch und verharmlost den Holocaust an sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Die DVU fordert ein großdeutsches Reich unter Einschluss von Teilen Polens und Russlands.
Setzen auch Sie eindeutig ein Zeichen, dass neofaschistische Parteien und Organisationen in Ihrem Hause nicht gewünscht sind."
Quelle: klick

Samstag, Februar 09, 2008

Fortsetzung Wandsbektransformance

Hamburg-Wandsbek war eines der Zentren des kolonialen Handels - davon zeugen noch Denkmäler, Straßennamen und Fabrikgebäude. Auch hier leben und arbeiten heute AfrikanerInnen. Über den umstrittenen sog. 'Tansania-Park' in Hamburg-Jenfeld wurde in der Presse genauso berichtet wie gegen die 2006 neu aufgestellte Sklavenhändler-Büste Schimmelmanns in Wandsbek protestiert. Den Spuren der Vergangenheit und Prozessen und Gedenkkulturen der Gegenwart will das beteiligungsorientierte Projekt wandsbektransformance nachgehen.

Im September 2007 haben Kunstschaffende aus Afrika und Hamburg, StadtkartiererInnen und HistorikerInnen, Schulklassen und StadtteilbewohnerInnen im öffentlichen Raum interveniert. Die Stadtteilbevölkerung beteiligte sich an den Aktionen: an einer Straßen-Be-Schreibung, an Kartierungstouren mit GPS-Geräten, an der Sammelstelle 'Wißmannklappe' mit Bildern, Gedanken, Texten und Träumen sowie an der rituellen Begehung zur postkolonialen Heimatkunde und Mythenbeschau WandsbekWorldWhite.

Im März 2008 wird eine Ausstellung im Kunsthaus Hamburg Einblicke in diesen Prozess geben. Präsentiert werden dabei die Spuren der Recherchen und Reaktionen, Kartierungen und Interventionen in Bildern, Dokumenten, Objekten und Installationen.

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Filmen, Lesungen, Vorträgen und Künstlergesprächen wird die Ausstellung begleiten.

Bitte entnehmen Sie die aktuellen Termine unter Aktuelles. Eine Übersicht finden Sie im Veranstaltungskalender und unter Projekte in Wandsbek.

Dienstag, Oktober 23, 2007

Ein Hotel bekennt Farbe

Weil's so nett ist, hier der komplette Text ohne weiteren Kommentar:

DRESDEN. Es gibt sie anscheinend noch, die Zivilcourage. Die NPD-Landtagsfraktion in Sachsen bekam zum Wochenende einen Brief mit folgendem Wortlaut:

"NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Dresden, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.

Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Johannes H. Lohmeyer
Geschäftsführer


[Mit Dank an Sonja für den Hinweis]


Montag, Juli 23, 2007

Hagenbecks Völkerschauen

Bin gerade auf einen Artikel anlässlich des hundersten Geburtstages von Hagenbecks Tierpark gestoßen. Hier einige Auszüge:

1874 zeigte Hagenbeck Lappländer mit einer Rentierherde; 1877 vermarktete er eine Schau mit Nubiern aus dem Sudan; 1878 stellte er Inuit im Berliner Zoo aus. "Wildes Afrika" 1889 und "Menschenrassen des Nil" 1914 lauteten einige der Titel, mit denen Hagenbeck Werbung für seine Völkerschauen machte. Sein Assistent, der Zoologe Alexander Sokolowsky, behauptete, seinem Chef wäre es um Aufklärung und Verständnis für andere Völker gegangen, sagte aber zugleich deutlich, dass die Völkerschauen den kolonialen Gedanken in Deutschland fördern sollten.

Tatsächlich überschnitten sich die Präsentationen Hagenbecks mit dem Selbstverständnis der Kolonialherren Europas: Ein Schauspiel zeigte zum Beispiel arabische Sklavenhändler, die ein Dorf im Sudan überfallen, um Sklaven zu jagen; Hagenbecks Tierfänger verjagen die Araber und feiern mit den Schwarzafrikanern ein Freundschaftsfest. Das war klassische Kolonialideologie; denn die Imperialisten begründeten die "Schutzherrschaft" über Afrika unter anderem damit, dem Sklavenhandel der Araber Einhalt zu gebieten. Dass der Profit beim europäischen Händler und nicht bei den Afrikanern vor Ort blieb, erschien in dieser Propaganda als humanistischer Akt.

Hagenbecks Assistent, Alexander Sokolowsky, war Schüler des "deutschen Darwin", Ernst Haeckel. Haeckel hatte einen biologistischen Rassismus konstruiert, nach dem die Unterschiede zwischen "Natur- und Kulturvölkern" so groß wären wie die zwischen verschiedenen Tierarten. Die "gebildeten Europäer", die "Kulturmenschheit" hätten nach Sokolowsky das Recht, die "primitiven Völker" zu studieren. Anthropologen wie Rudolf Virchow besuchten die Völkerschauen und vermaßen die ausgestellten Menschen, Kaiser Wilhelm II. ließ sich Menschen aus Afrika im Tierpark vorführen.
(...)
Eben dieser Panoramablick und die Aussicht auf ein gutes Geschäft kennzeichneten Hagenbecks Präsentationen: Er war ein cleverer Geschäftemacher, der Assoziationen, Zeitgeistströmungen und Erwartungen eines deutschen Massenpublikums als lebende Bilderwelten inszenierte. Wie wenig diese Erwartungen der Wirklichkeit der präsentierten Menschen entsprachen, wurde deutlich, als eine Gruppe Bella-Coola, Indigene von der amerikanischen Nordwestküste, 1889 auftrat. Diese Bella-Coola trugen ihre reale Kleidung - keine Bisonfelle, Kriegsbemalung oder Federschmuck. Besucher entrüsteten sich: "Das sind keine echten Indianer". Werbeplakate reduzierten die dargestellten Menschen auf Stereotype wie eben "wildes Afrika". Diese optisch inszenierten Klischees wurden so arrangiert und inszeniert, dass die schon vorhandenen Imaginationen des Publikums den Schein der Authentizität bekamen. Die Bilderwelten der Völkerschauen knüpften an verzerrte Vorstellungen an und entwarfen sie wiederum von neuem.
Carl Hagenbeck brachte sein Selbstverständnis auf den Punkt: "Wo seid ihr geblieben, ihr Söhne der Prärien, die ihr euch meiner Führung in das Land der Weißen anvertrautet, die euch anstaunten wie Wundertiere?" Er betrachtete sich als überlegenen -weißen- Führer, der die "Exoten" in sein Land brachte, wo das -weiße- Publikum sie wie Tiermenschen aus einer Fabelwelt betrachtete und die europäische Überlegenheit gewahrt blieb. Die Völkerschauen waren romantisierende Variationen des Kolonialrassismus, eben nicht in der vernichtenden Konsequenz, sondern als Paternalismus, als Darstellung tolerierender Arroganz, in der der "Wohltäter" Carl Hagenbeck seine hütende Hand über "Naturmenschen" und Wildtiere hielt und ihnen Schutz in seinem Reservat, seinem Park, gewährte.
(...)

Der Exotismus, die tolerierende Arroganz, der die Anderen ästhetisiert und zur Unterhaltung einsetzt, das Salz in der Suppe der eigenen Sehnsüchte nach Abenteuer und Entfaltung, kann durchaus Rassismus sein, auch wenn der Fremde vermeintlich positiv erscheint. Zu einer kritischen Auseinandersetzung zum Beispiel mit der Situation der indigenen Opfer des Völkermordes in Amerika waren die Völkerschauen nicht geeignet. Nordamerikanische Indigene mit dem Stereotyp der Bisons jagenden Präriekulturen waren zwar im deutschen Klischee - auch durch Karl May- positiver besetzt als in den USA, die Begeisterung für sie als Symbol für den "authentischen Freiheitskämpfer, der seine Scholle verteidigt" blieb aber Wunschvorstellungen verhaftet: Diese Wunschvorstellungen resultierten auch aus den Existenzängsten der Kleinbürger und ihrer unreflektierten Kritik an der Monopolisierung der Großindustrie.

Hagenbeck verbildlichte den Herrschaftsanspruch des weißen Mannes, in dessen Obhut exotische Tiere und als Exoten präsentierte Menschen gezähmt lebten. Und in dieser Tier- und Menschenschau lag Hagenbecks Fähigkeit darin, dass er die zur Schau gestellten Kulturen ebenso kannte wie die Fantasien des Publikums und so den Schein des Echten vermittelte. Er war eine Identifikationsfigur für viele, die unter der Enge im Wilhelminischen Staat und der Entfremdung ihrer Lebenswelt im Industriekapitalismus litten, denn er schien die aufgeführten Abenteuer selbst erlebt zu haben. Das Freiheitsversprechen seines Exotismus - Länder zu bereisen, die aufregender als die erlebte Wirklichkeit wären - wirkte in der Starre der deutschen Klassengesellschaft wie ein Magnet.

Ein "African Village" im Zoo Augsburg 2005 löste internationale Proteste aus: Schwarze Deutsche, Ethnologen und Menschenrechtler fühlten sich an eine "koloniale Völkerschau" erinnert. Auslöser des Protestes war die Direktorin Barbara Jantschke, die sinngemäß auf eine besorgte Nachfrage geantwortet hatte: "Zum Zoo gehört die Exotik". Damit sagte Frau Jantschke, dass Menschen aus Afrika, sich als Exotik präsentieren lassen. Die Kritiker hatten recht: Das "African Village" war ganz eindeutig ein kommerzielles Projekt mit "Afrika" als Lockmittel, ohne einen reflektierten Zugang oder Pädagogik zur Realität und Geschichte afrikanischer Gesellschaften zuzulassen. Die Veranstaltung war nicht geeignet, Afrikaner als gleichwertig zu empfinden, indem zum Beispiel Professoren aus Tansania über dortigen Naturschutz referiert hätten. [*******A]frikaner, die Zöpfe flochten oder "typisch afrikanische Musik" spielten, waren Teil einer Ausstellung mit Tieren und Pflanzen. Auf das sarkastische Angebot eines brasilianischen Bürgers, sie hätten auch einen Zoo, wo die Direktorin doch typisch bayrische Tätigkeiten wie Kühe melken vorführen könnte, reagierte Frau Jantschke allerdings nicht. Auch der Zoo Hannover vermittelt mit der Dschungelbuch-Ästhetik eines "Dschungelpalastes" und "Kaffeegenuss am Sambesi" die falsche Authentizität eines Erlebnisses in neokolonialer Tradition.

Montag, Februar 26, 2007

Deutschland exportiert Folterinstrumente

Ausschnitte aus einem Artikel von www.tagesschau.de:

Von Thomas Reutter, SWR-Fernsehen

Folter mit Elektroschocks: Stromstöße mit 120.000 Volt - gut 500 mal stärker als ein Schlag aus der Steckdose. Das Opfer erleidet höllische Qualen. Der Kurde Nedim Baran erinnert sich: "Die Schmerzen sind extrem. Man hat das Gefühl die Augen kommen heraus und das Hirn auch. Man denkt, der Kopf platzt. Man denkt nur noch an seinen Tod."

Nedim Baran wird im Berliner Zentrum für Folteropfer behandelt. Seine Therapeutin, Mechthild Wenk-Ahnson, kennt das Leid der Menschen, die mit Elektroschocks gefoltert werden. Bei Männern und Frauen würden die Elektroden unterschiedlich angebracht: an die Ohrläppchen, an die Schläfen, an die Zunge, an die Genitalien und bei Frauen an die Brustwarzen.

Folter mit Elektroschocks hinterlässt keine Spuren

Laut amnesty international sind Elektroschocks zu einer Standardfolter geworden. Weltweit dokumentierte die Menschenrechtsorganisation in 87 Staaten derartige Folterungen. "Der Trend - der traurige - geht leider dahin, dass immer mehr solche Elektroschockwaffen genutzt werden für Misshandlungen und Folter, weil sie eben keine Spuren hinterlassen", sagt Barbara Lochbihler, Generalsekretärin von amnesty international Deutschland.

Deutsche Exporte an Folterstaaten

Deutschland ist EU-weit der größte Händler von Elektroschockgeräten und weltweit - nach den USA - die Nummer zwei im Export solcher Geräte. Nur wenige Fälle werden den Behörden überhaupt bekannt. "Report Mainz" gegenüber nennt das Zollkriminalamt nun erstmals die aufgedeckten Fälle der letzten Jahre. 84 Elektroschockgeräte seien nach Georgien, 115 nach Bangladesch und 100 Geräte nach Iran geliefert worden, berichtet Wolfgang Schmitz vom Zollkriminalamt. Laut amnesty gab es wiederholt Berichte über Elektroschockfolter aus Iran, Bangladesch und Georgien.

Kaum rechtliche Handhabe

Die aufgedeckten Exporte der Geräte sind nur Zufallsfunde. Die Dunkelziffer ist enorm hoch. Zwar ist die Ausfuhr genehmigungspflichtig, doch die viele Firmen beantragen die Exportgenehmigung gar nicht erst, um keine Absage zu riskieren. Wer ohne Genehmigung exportiert, dem droht lediglich ein Bußgeld. Strafen gibt es keine, denn nach geltendem Gesetz ist der Export von Elektroschockgeräten keine Straftat.