Der ARTE-Beitrag!
Enjoy!
Blog über die Repräsentation Schwarzer Menschen in den Medien, gesellschaftspolitischen Aktivismus und alles, was mit der Afro-Diaspora zu tun hat
Stoppt die Abschiebung von Yabre Oumarou
Yabre Oumarou floh vor Verfolgung und Folter in Burkina Faso und lebt seit
1993 in Deutschland. Er heiratete 1994 und hat mit seiner Frau eine
gemeinsame Tochter. Seit 1996 ist er von seiner Frau getrennt; seine
Tochter ist jetzt 10 Jahre alt. Herr Oumarou arbeitete 10 Jahre lang in
Deutschland und hatte in diesem Zeitraum keinerlei staatliche finanzielle
Unterstützung erhalten.
Nachdem seine Aufenthaltserlaubnis zurückgezogen worden ist, lebt er seit
1997 mit einer Duldung. Trotz Vaterschaft, seiner Erwerbstätigkeit und
Integration erhielt er kein Aufenthaltsrecht. Der Oberbürgermeister der
Stadt Lingen(EMS) hat mit seinem Schreiben vom 04.11.2005 an Yabres Anwalt
der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Lüneburg (17.06.02) zugestimmt,
"dass Herr Yabre aus dem Umgangsrecht mit seiner deutschen Tochter Sophie
kein Aufenthaltsrecht für sich selber erhalten kann".
Gem. §60a Abs.2 des Gesetzes über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und
die Integration von Ausländern im Bundesgebiet
(Aufenthaltsgesetz-AufenthG) vom 30.07.2004 (BGB1S 1950) in der z.Zt.
gültigen Fassung wird die Abschiebung nur ausgesetzt, solange sie aus
rechtlichen oder tatsächlichen Gründen unmöglich ist. Das bedeutet, dass
auch Integration und Erwerbstätigkeit keine Rolle spielen, sofern die
Ausländerbehorde in Lingen eine Abschiebung um jeden Preis durchsetzen
will.
Am 14.07.2006 um ca.14:20 wurde Yabre Oumarou bei einem Freund in
Wendelstein (bei Nürnberg) durch die Polizei verhaftet und sein Anwalt,
Herr Jan Lam, wurde sofort informiert.
Am Freitag, 15.07.2006 wurde Yabre Oumarou beim Amtsgericht Schwabach
angehört. Der Richter, Dr. Kohn, entschied, dass er so lange ins Gefängnis
bleibt (allerdings nicht länger als drei Monate), bis die Ausländerbehörde
von Lingen alle nötigen Dokumente zur Abschiebung hat.
Im Dezember wurde die Abschiebehaft um weitere 3 Monate verlängert,
Am 26.2.2007 und am 3.4.2007 gab es nun zwei Versuche, ihn abzuschieben,
was jedoch beide mal an seinem Widerstand sowie der Interventionen
zahlreiche UnterstützerInnen scheiterte.
Yabre Oumaro sitzt nun seit über 9 Monaten im Gefängnis ohne etwas
verbrochen zu haben. Am 4.4.2007 wurde die Abschiebehaft nun nochmals um
weitere drei Monate verlängert.
Yabre Oumarou ist im Moment zu erreichen in der Justizvollzugsanstalt
Nürnberg
Mannertstraße 6
90429 Nürnberg.
Tel:0911/32102.
Der Fall ist dramatisch, insofern Yabre Oumarou eine sehr gute Beziehung
zu seiner Tochter hat, aber die Mutter des Kindes alles versucht um diese
zu brechen und in Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde Lingen den Mann
abzuschieben. Mit der Abschiebung würde auch der Tochter die Möglichkeit
genommen ihren Vater zu sehen.
Wir bitten Sie um die Unterstützung für die Freilassung Oumarou Yabres aus
der Abschiebehaft und ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht. Schicken Sie dazu
bitte Faxe an die folgenden Adressen:
Verwaltungsgericht Osnabrück,
Hakenstraße 15, 49074 Osnabrück, Fax.: 0541 - 314 762
++
Amtsgericht Lingen (Ems) Familiengericht,
Postfach 1240, 49782 Lingen (Ems) Fax: 059 - 8049 408
++
Amtsgericht Schwabach,
Postfach 1140, 91124 Schwabach Fax.: 09122 - 1807 199
Bitte protestieren Sie gegen diese Vorgehensweise und faxen Sie an den
Innenminister Niedersachsens, Uwe Schünemann – Fax (0511) 120 99 6044.
und
Ausländeramt - Ausländerbehörde Stadt Lingen. Elisabethstr. 14-16 49808
Lingen
Tel: 0049 (05) 91/91 44 370 , Fax: 05 91/91 44 375
E-Mail: a.hartke@lingen.de
Botschaft Burkina Faso, (Embassy Burkina Faso, Berlin)
Karolingerplatz 10-11, 14052 Berlin-Charlottenburg
Telephone Number: (030) 301 05 990
Fax: 030-301 05 9920
Embassy_Burkina_Faso@t-online.de
Bitte protestieren Sie gegen diese Vorgehensweise und faxen Sie an den
thevoiceforum@emdash.org
http://www:thevoiceforum.org
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"Und Afroamerikaner konnten besonders grausam mit ihresgleichen umgehen. Nur ein Beispiel aus längst überwunden geglaubten Zeiten: Hollywood, Oscar-Verleihung, 1940. Hattie McDaniel erhielt die erste afroamerikanische Trophäe in der Kategorie "beste Nebendarstellerin". Sie spielte das resolute Hausmädchen Mammy im Bürgerkriegsepos "Vom Winde verweht". Eine tragische Geschichte: Nicht nur, dass McDaniel an der Premiere des Films nicht teilnehmen durfte, weil sie schwarz war, nein, auch von Teilen der Bürgerrechtsbewegungen wurde sie bis zu ihrem Tod 1952 angefeindet. Der Vorwurf: Verherrlichung der Sklaverei."Was es mit der Darstellung von Schwarzen bzw. der Versklavung in diesem Film auf sich hatte, wie durch die Rolle einmal mehr das Stereotyp der "Mammy" tradiert wurde, darum geht es Thilo Knott nicht. Auch nicht darum, dass es der Community in ihrer Kritik möglicherweise nicht um die Darstellerin als Person ging, sondern darum, in welchen eingeschränkten Bereichen es Schwarzen Menschen möglich war (und ist) in einer rassistischen, weißen Mehrheitsgesellschaft erfolgreich zu werden. Wir alle haben die Wahl, das Spiel mitzuspielen, um dann für unsere Performanz der Vorurteile "belohnt" zu werden, oder dafür zu kämpfen, als Individuen wahrgenommen zu werden - und als Menschen noch dazu! Dies ist eine Frage, mit der sich in Deutschland zum Beispiel der Verein "Schwarze Filmschaffende in Deutschland" beschäftigt.
"Ali wollte Patterson demoralisieren - und schrie ihn während des Kampfes immer und immer wieder an: "Komm schon, weißer Amerikaner!" Ali war sozusagen der erste Rapper auf dem Weg der Emanzipation der Schwarzen."Aha, weil er seinen Gegner als weißen Amerikaner beschimpft hat, ist er ein Rapper. Interessanter Zusammenhang bzw. ein interessantes Verständnis von HipHop. Wenn ich also "blöder weißer Autor!" schreie, bin ich schon zur Rapperin geworden. Und ich dachte immer, da gehöre ein bisschen mehr dazu...
"Vielleicht schuf dieser Weltmeisterschaftkampf die Gegenüberstellung, die auch heute, selbst in der Obama-Kontroverse, noch nachwirkt: unangepasster (schwarzer) "Niggar" gegen angepassten (weißen) "Niggar". Auch heute noch? Gut 40 Jahre später? Klar, sollte man meinen, diese Antipoden afroamerikanischen Bewusstseins seien überwunden. Keineswegs.""Antipoden afroamerikanischen Bewusstseins", die "überwunden" werden müssen. Was für ein Glück, dass er uns aufklärt! Auch eine deutsche Version mit N-Wort folgt noch.
"Zumindest ein Teil der Afroamerikaner hat sich emanzipiert von der vormals natürlichen Verbindung zwischen Hautfarbe und (politisch-gesellschaftlicher) Identität."Na, wenn diese Erkenntnis "zumindest" bei einem Teil angekommen ist, besteht ja noch eine Chance. Vielen Dank für die Lektion, Herr Knott!
"Die Zahl der rechtsextremen Straftaten in Deutschland ist 2006 offenbar auf einen neuen Höchststand gestiegen.Folgen daraus? Die Idee zu einem Demokratiegipfel und Kritik vom Zentralrat der Juden, während man dort lobt: "dass Polizei und Justiz mittlerweile sensibler mit dem Thema umgingen". Das würde ich gerne mal von Opfern rassistischer Rastrfahndung bzw. auch von Schwarzen Häftlingen hören (und erinnere noch einmal an die jüngsten Vorfälle in einer Berliner Polizeischule). Immerhin positiv, dass überhaupt über das - zumindest offizielle - Ausmaß der Gewalt berichtet wird. U.a. auch hier.
"Bremen ist Deutschlands erste Kommune "ohne Rassismus". Die Stadt darf den Titel führen, seit vergangenes Jahr zwei Drittel der Abgeordneten eine Antidiskriminierungs-Agenda unterschrieben. (...) In Chemnitz, gemeinsam mit Bremen Modellkommune als "Stadt ohne Rassismus", scheiterte die Zwei-Drittel-Resolution an der Ablehnung durch die CDU. In Bremen hingegen hätten - abgesehen von zwei erkrankten - 100 Prozent der Abgeordneten unterschreiben, sagt Seidel."
"THE BALD EAGLE AS AN EMBLEM OF AMERICA.
For my own part, I wish the Bald Eagle had not been chosen as the Representative of our Country; he is a Bird of bad moral Character; he does not get his living honestly; you may have seen him perch'd on some dead Tree, near the River where, too lazy to fish for himself, he watches the Labour of the Fishing-Hawk; and, when that diligent Bird has at length taken a Fish, and is bearing it to his Nest for the support of his Mate and young ones, the Bald Eagle pursues him, and takes it from him. With all this Injustice he is never in good Case; but, like those among Men who live by Sharping and Robbing, he is generally poor, and often very lousy."
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